"Auf dieser höheren biologischen Spielebene evolvierten zunächst einfache Nervennetze zu komplexeren Nervensystemen, aus denen später (bei Arten, die einem entsprechenden Selektionsdruck ausgesetzt waren) immer leistungsfähigere Gehirne erwuchsen, die es den Organismen ermöglichten, sehr viel flexibler auf Umweltreize zu reagieren. Mit dieser immer ausgefeilteren neuronalen Struktur ging eine kontinuierliche Veränderung des tierlichen Bewusstseins einher - von der eher diffusen Wahrnehmung angenehmer und unangenehmer Reize hin zu fein ausdifferenzierten, komplexen Gefühlswelten, von schematischen instinktiven Verhaltensweisen hin zu flexiblen kognitiven Verarbeitungsmustern, die den Individuen die Entwicklung intelligenter Problemlösungsstrategien erlaubten."

Schmidt-Salomon 2014, S. 153.

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