Zitate zur Religion

Beckermann: irreduzible Komplexität

Behe sieht, dass evolutionäre Erklärungen auch komplexer Strukturen durchaus möglich sind. Aber in seinen Augen besteht ein prinzipieller Unterschied zwischen dem Auge und der Bakteriengeißel. Während bei der Entwicklung des Auges schon die Vorgängerstrukturen die Funktion des Sehens (mehr oder weniger gut) erfüllen, kann dies bei der Bakteriengeißel nicht der Fall sein. Augen sind eben nicht irreduzibel komplex; auch wenn das eine oder andere Teil fehlt, wird die Funktion, wenn auch etwas schlechter, erfüllt. Bei der Bakteriengeißel gilt dagegen: Wenn auch nur ein Teil fehlt - etwa Filament, Stab oder Haken - kann die Struktur die Funktion nicht mehr erfüllen. Genau darin besteht ja die irreduzible Komplexität der Bakteriengeißel.

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Binder: Prophezeiungen

"Um die Prophezeiungen des Alten Testaments als erfüllt anzusehen, werden im Neuen Testament zwei Stammbäume von Jesus wiedergegeben, die sich auch noch unterscheiden. Sie sollen zeigen, dass Jesus über seinen Vater Joseph vom Hause David abstammt. zugleich wird behauptet, Joseph sei gar nicht sein Vater, Gott sei sein Vater, Jesus sei von Maria jungfräulich empfangen worden."

Binder 2013, S. 43

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Metzinger: Der Sinn des Lebens

"Das große Problem dabei ist eben die Person, die es versucht. Schon Wittgenstein hat bemerkt, daß von all den Menschen, denen der Sinn des Lebens klargeworden ist, keiner in der Lage war, zu sagen, worin er besteht, und in vielen Kulturen gibt es alte Weisheiten, Sprichwörter wie: "Wer weiß, redet nicht, und wer redet, weiß nicht" und dergleichen."

Thomas Metzinger in Blackmore 2012, S. 217.

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Bibel: Die Sintflut

Lutherbibel 1912 (1. Mose 7, Genesis)


1Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. 2Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Männlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männlein und sein Weiblein. 3Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Männlein und sein Weiblein, auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. 4Denn von nun an über sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles, was Wesen hat, was ich gemacht habe. 5Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot.

6Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. 7Und er ging in den Kasten mit seinen Söhnen, seinem Weibe und seiner Söhne Weibern vor dem Gewässer der Sintflut. 8Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden 9gingen zu ihm in den Kasten paarweise, je ein Männlein und Weiblein, wie ihm Gott geboten hatte. 10Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewässer der Sintflut auf Erden. 11In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der großen Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, 12und kam ein Regen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte.

13Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Söhnen, und mit seinem Weibe und seiner Söhne drei Weibern, 14dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Vögel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; 15das ging alles zu Noah in den Kasten paarweise, von allem Fleisch, darin ein lebendiger Geist war. 16Und das waren Männlein und Weiblein von allerlei Fleisch, und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloß hinter ihm zu.

17Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben den Kasten auf und trugen ihn empor über die Erde. 18Also nahm das Gewässer überhand und wuchs sehr auf Erden, daß der Kasten auf dem Gewässer fuhr. 19Und das Gewässer nahm überhand und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. 20Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewässer über die Berge, die bedeckt wurden. 21Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Vögeln, an Vieh, an Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen. 22Alles, was einen lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb. 23Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und das Gewürm und auf die Vögel unter dem Himmel; das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war. 24Und das Gewässer stand auf Erden hundertundfünfzig Tage.

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Pasquarello: Nichtexistentes beweisen...

"Das Trickprozedere ist Folgendes: Wenn man etwas hat, das ganz klar nicht existiert, von dem man sich aber wünscht, es existierte, und von dem man sagen möchte, es existiere, dann suche man sich etwas Reales, das ihm in einigen Aspekten ähnelt, und gebe ihm den Namen der nichtexistierenden Entität. Voilà! Man hat nun die Existenz von etwas Nichtexistentem bewiesen. Nehmen wir an, man möchte beweisen, dass Gott existiert. Man suche nun etwas Ehrfurcht Gebietendes oder Mächtiges oder Unendliches oder Fundamentales ... und nenne es "Gott".  Nun existiert Gott, und die verschiedenen Handlungen im Zusammenhang mit diesem Gott sind "religiös". Unglücklicherweise hat man in Wirklichkeit lediglich mit Wörtern gespielt und damit einen schäbigen, unglaubwürdigen Trick abgezogen."

Tony Pasquarello zit. in Bunge 2004, S. 205.

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