Skeptizismus

Warum das Münchhausen-Trilemma nicht unlösbar ist

Für eine ausführliche Erklärung, worum es beim Münchhausen-Trilemma geht vgl. »Wikipedia-Artikel; »Artikel von Michael Schmidt-Salomon

Das sogenannte Münchhausen-Trilemma besagt, dass jede Aussage und somit jedes gesicherte Wissen streng genommen unmöglich sei, da

  • es 1. unmöglich sei, die Wahrheit oder Erkenntnis letztgültig zu begründen (jede Begründung erfordert ihrerseits eine Begründung, welche wiederum begründet werden muss, was bis in die Unendlichkeit weitergespielt werden kann)
  • eine Begründung, die zu einem Ende komme entweder 2. zirkulär sei (das Begründete wird irgendwann wieder selbst zur Begründung)
  • oder 3. eine Begründung, die zu einem Ende komme dogmatisch und damit unbegründet sei.

Da Wissen aber begründeter wahrer Glaube sei (Definition von Platon), könne es kein Wissen geben.

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Neueste Kommentare

  • Gast - Gregor

    Danke vielmals für diesen wichtigen Beitrag. Ich sah im Münchhausen-Trilemma eine offene Flanke (oder "Bermuda-Dreieck" - Manfred Hättich, 1991) in der Wissenschaft, die den kritischen Rationalismus dank konstruktivistischer bzw. postmoderner Einwürfe weiterhin ins Wanken brachte. Als angehender Pol...
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