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Sie befinden sich auf einer Website, die sich dem wissenschaftlichen Denken und Argumentieren verschrieben hat. Sie finden hier viele kritische Argumente und Hintergründe zu Themen der Philosophie, Religion, Esoterik und Alternativmedizin, sowie Gedanken zur Wissenschafts- und Argumentationstheorie. Die wichtigsten Themenbereiche sind im Folgenden kurz zusammengestellt:

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Philosophische Grundlagen der Naturwissenschaften

Naturwissenschaften setzen ein bestimmtes philosophisches Weltbild voraus: dazu gehört die Existenz einer vom Menschen unabhängigen, natürlichen Welt, welche sich evolutionär verändert und sich mit logischen und empirischen Methoden zumindest teilweise erschliessen lässt. Im Folgenden werden verschiedene Theorien aufgelistet, ohne denen sinnvolle Naturwissenschaft kaum denkbar ist. Manche dieser Theorien werden allerdings von verschiedenen Deutungen der Quantenmechanik in Frage gestellt. Im zweiten Teil wird deshalb auf philosophische Grundlagen der Quantenmechanik eingegangen, um abschliessend die Unterschiede zwischen "klassischer" Naturwissenschaft und Quantenphysik zu beurteilen.

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Prämissen der Wissenschaft

Jeder Erklärungsversuch, jedes Denksystem setzt gewisse Prämissen voraus, welche nicht weiter begründet werden können und die deshalb dogmatisch gesetzt werden müssen. Gleichwohl müssen diese nicht willkürlich sein (Münchhausen-Trilemma). Die wichtigsten Prämissen des wissenschaftlichen Denkens sind:

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Charles Darwin und die Evolutionstheorie

Charles Darwin (1809-1882)

Der Brite Charles Darwin wurde 1809 geboren und hatte auf Anraten seines Vaters Theologie studiert. Sein Herz hatte jedoch immer für die Naturwissenschaften geschlagen. So machte er sich nur wenige Monate nach dem Ende seines Studiums auf eine Weltreise, die ihn durch den Atlantik und südlich um Südamerika herum auf die Galapagos-Inseln brachte. Bei all seinen Landgängen sammelte er Proben von Steinen, Pflanzen und Tieren, die er fortlaufend, insbesondere aber auch nach seiner Rückkehr nach England auswertete.
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Darwinismus ist nicht gleich Sozialdarwinismus

Darwin hatte seine Entdeckungen 1859 veröffentlicht und es dauerte einige Zeit, bis man die Evolutionstheorie einigermassen verstanden hatte. Doch schon kurz nach der Veröffentlichung gab es verschiedene Forscher, die die Evolutionstheorie verstanden zu haben glaubten und fatal falsche Schlüsse aus ihr zogen.

Diese Forscher erhielten im 20. Jahrhundert den Namen »Sozialdarwinisten«, ein Begriff, der eigentlich abschätzig gemeint war. Beim Sozialdarwinismus handelt es sich um eine Verbindung von zum Teil absurden Ideen, die sich scheinbar auf die Evolutionstheorie zurückführen lassen. Im Gegenteil zu dieser ist der Sozialdarwinismus aber keineswegs wissenschaftlich, auch wenn die Sozialdarwinisten selbst davon überzeugt waren, dass er es sei. 

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Argumentationsanalyse: Worum es geht

In vielen Diskussionen rund um "Gott und die Welt" werden Argumentationsstrategien verwendet, die auf den ersten Blick überzeugend wirken, einer genaueren Analyse aber nicht standhalten können. Eine solche Analyse wird in diesem Abschnitt vorgenommen. Es werden wichtige Argumentationsweisen gesammelt, analysiert und deren Schwächen herausgearbeitet. Ziel dieser Analyse ist es, viele Argumentationsweisen als das zu entlarven was sie sind: Strategien, um einen Disput zu gewinnen und nicht Argumente auf dem Weg zur Wahrheitsfindung im aufklärerischen Sinne.

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Ausspielen der Mysterienkarte

Viele Menschen sind der Überzeugung, dass zwischen Himmel und Erde noch "mehr" existiert, das sich zwar nicht wissenschaftlich erklären, aber mit "alternativen" Methoden erfassen lässt. So wird etwa angenommen, dass „hinter“ oder „über“ der physischen Welt noch eine "nichtphysische", „spirituelle“, „mystische“, „höhere“, „jenseitige“, „transzendente“ Welt liegen müsse, mit welcher sich all dies erklären lasse, wo die Wissenschaften scheiterten.

Menschen, welche das (noch) nicht Erklärbare oder (scheinbar) Unerklärbare mit der Hilfe von spekulativen, nicht weiter spezifierten „höheren Sphären“ zu erklären versuchen, spielen mit der Mysterienkarte. Problematisch dabei ist, dass mit der Mysterienkarte alles und nichts erklärt werden kann und sie oftmals als Schutzschild verwendet wird, um eine wissenschaftliche Argumentationsweise in Frage zu stellen oder nicht näher darauf eingehen zu müssen.

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Aber es passt und Donnerbüchse

Wer eine Theorie aufstellt oder sich einer Theorie "anschliesst" findet oftmals plötzlich überall Bestätigungen dafür. Die Theorie scheint zu passen. Was nicht zur Theorie passt wird entweder ignoriert oder - passend gemacht. Gelingt dies nicht, kann immer noch zur "Donnerbüchse" gegriffen werden: mit dieser kann man zum Angriff übergehen und aufzeigen, dass wenn schon die eigene Theorie nicht passt, dies erst recht für die Theorie des Kontrahenten gilt.

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Versetzen der semantischen Torpfosten

In dem Moment, wo man ein Tor schiesst, also ein Argument überzeugt, wechselt der Kontrahent bildlich gesprochen die Torpfosten aus und behauptet, dass man daneben getroffen habe. Dies versucht er beispielsweise damit zu erreichen, dass er 1) einen Begriff plötzlich anders verstanden haben will als zuvor („natürlich glaube ich nicht daran, dass Gott ein alter Mann ist“ - obwohl er genau dies noch fünf Minuten zuvor implizit behauptet hat), dass er 2) statt einer Niederlage einzugestehen einen verwandten Bereich erwähnt, wo er recht zu haben glaubt („natürlich hast du recht, dass Gott kein alter Mann ist, aber er (!) ist allmächtig...) oder dass er 3) möglichst elegant und unbemerkt das Thema wechselt („aber eigentlich geht es ja gar nicht um Gott, sondern um den Sinn des Lebens...“).

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Ich weiss es einfach

Viele esoterische, religiöse oder paranormale Behauptungen basieren auf der Intuition. Das Gefühl der unmittelbaren Gewissheit ist sehr stark und es fällt vielen Menschen schwer, diesem Gefühl zu misstrauen. Verstärkt werden solche Gefühle durch Erfahrungen, die es einem fast unmöglich machen an der Existenz eines Gottes zu zweifeln, daran, dass "alles Eins" ist, dass Menschen tatsächlich eine Aura haben, dass es noch "mehr" gibt zwischen Himmel und Erde etc. In der Regel können solche Erfahrungen nicht in Frage gestellt werden, weil das Erlebnis zu intensiv, die Gewissheit zu unmittelbar war. Die Person weiss dann einfach, dass Gott existiert, auch wenn sie es nicht näher begründen kann warum. Gerne wird auch behauptet, dass Menschen, welche diese Erfahrungen nicht gemacht hätten keine Ahnung hätten und deshalb darüber gar nicht mitreden könnten.

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Pseudotiefgründigkeit

Ob Philosoph oder Esoterikerin, es gibt Menschen, die es fast perfekt beherrschen, vielsagend nichts zu sagen. Während die einen mit Hilfe von möglichst vielen komplizierten Fachbegriffen zu verschleiern versuchen, dass sie eigentlich nicht viel zu sagen haben, beherrschen es andere auch ohne Hilfsmittel das eigene Ungenügen zu übertünchen.

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Anekdotensammlung

Eine der beliebtesten Argumentationsstrategien von Anhängern des Paranormalen oder der Esoterik sind Anekdoten, die Beweiskraft haben sollen. Gemäss »Bernd Harder  glauben 60-75 Prozent der Menschen weltweit an „paranormale Phänomene“, 30-50 Prozent sind der Überzeugung schon selbst solche Erfahrungen gemacht zu haben. Grund für diesen sehr weit verbreiteten Glauben sind eigene Erlebnisse oder eben Anekdoten, die weitererzählt werden. Die Verwendung von Anekdoten als scheinbare Beweise ist besonders in religiösen, paranormalen und alternativmedizinischen Bereichen beliebt.

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Es kann nicht so sein...

Die Wissenschaft kann den "Flagellenmotor" von Bakterien nicht erklären - also ist die wissenschaftliche Evolutionstheorie falsch und die biblische Schöpfungslehre wahr. Die Wissenschaft kann die Funktionsweise der Homöopathie nicht erklären - also ist die Wissenschaft unvollständig. Die Wissenschaft kann die kausale Verbindung von Gehirn und Geist nicht erklären, also ist Bewusstsein wissenschaftlich nicht erklärbar. Das Einstürzen der Twintowers am 11. September lässt sich nicht mit dem Einschlag der Flugzeuge erklären - also ist die amerikanische Regierung am Einsturz schuld. 

Das Aufzeigen von Erklärungslücken ist eine oft verwendete Taktik, um "herrschende" Systeme wie Wissenschaft oder Regierungen in Frage zu stellen und im Umkehrschluss die eigene Theorie als wahr darzustellen. Es werden Fehler gesucht und wenn etwas (scheinbar) nicht sein kann, wird daraus der Schluss gezogen, dass die offizielle Version falsch sein muss. Zumeist handelt es sich bei diesen Fehlern aber nur um Fehlinterpretationen oder handelt es sich um Lücken, die problemlos gefüllt werden können - bloss fehlt vorderhand noch das Wissen dazu.

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Du bist schuld

Trotz der Fähigkeit der selektiven Wahrnehmung (man nimmt nur Erfolge wahr und blendet Misserfolge aus), wird jeder Gläubige, jeder Alternativmediziner, Guru oder Priester immer mal wieder damit konfrontiert, dass Erfolge ausbleiben oder sich die Lage trotz intensiven Betens, trotz kontinuierlicher Anwendung des Heilverfahrens, trotz Einhalten aller Regeln etc. sogar verschlimmert. Dagegen gibt es eine einfache Verteidigungsstrategie: nicht der Guru, der Priester, Gott oder der Alternativmediziner sind Schuld daran, sondern – der Patient, respektive der Gläubige.

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Huhn oder Ei? Die Lösung lautet: Das Nichthuhn war zuerst!

Wilhelm Busch

Dies ist ein Artikel aus der Reihe "Reyman"

Das Henne-Ei (respektive Huhn-Ei) Problem gilt weitherum als unlösbares Rätsel: was war denn nun zuerst: Huhn oder Ei? Unlösbar ist das Rätsel allerdings nur, wenn man ihm ein falsches, kreationistisch angehauchtes Weltbild zugrundelegt. Aus evolutionärer Sicht ist die Frage sinnlos, da natürlich weder Henne/Huhn noch Ei zuerst waren - sondern am Anfang war natürlich das Nichthuhn, wie Reyman genauer erörtert. 

 

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El sueño de la razón produce monstruos

Francesco de Goya schuf im Rahmen seiner Reihe "Caprichos" das faszinierende Bild "el sueño de la razon produce monstruos". Spannend am Bild, respektive dem das Bild beschreibenden Text ist die Doppeldeutigkeit: einerseits gebiert der Schlaf der Vernunft Monster - "sueño" kann aber auch übersetzt werden mit Traum: auch der Traum der Vernunft kann also Monster gebären.

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Ist der Mensch willensfrei?

Ohne Willensfreiheit sind viele unserer Vorstellungen rund um die Verantwortlichkeit von Menschen falsch. Es erscheint regelrecht absurd, Menschen für ihre Entscheidungen und Handlungen verantwortlich zu machen, obwohl sie sich gar nicht anders hätten entscheiden können, obwohl sie nicht willensfrei gewesen sind. Da in einem Determinismus alles, was geschieht bereits zum Anbeginn der Zeiten festgestanden hat, kann Willensfreiheit in diesem Sinn nicht mit einem Determinismus vereinbar sein. Da Willensfreiheit aber offensichtlich existiert und notwendige Voraussetzung für Verantwortlichkeit ist, müssen Willensfreiheit und Indeterminismus vereinbar sein. Dies ist allerdings eine Täuschung. Denn während verschiedene Formen von Freiheit mit einem Determinismus vereinbar sind, ist in einem Indeterminismus jede Form von Freiheit unmöglich.
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Willensfreiheit: Determinismus oder Indeterminismus

In der nicht-wissenschaftlichen (und teilweise auch in der wissenschaftlichen) Vorstellung soll zwar die Vergangenheit "determiniert" im Sinne von unveränderbar, die Zukunft jedoch indeterminiert im Sinne von unbestimmt sein. Während es unmöglich ist, die Vergangenheit zu ändern, soll es für den Menschen möglich sein aus verschiedenen "Zukünften" (ein Begriff, der spannenderweise nicht existiert!) jene auszuwählen, die er auswählen will. Der Mensch soll also bestimmen können, welche von verschiedenen möglichen "Zukünften" Realität wird und welche verworfen werden. Hat er eine Zukunft ausgewählt und ist diese Gegenwart und Vergangenheit geworden, gibt es jedoch nur noch jene Möglichkeit, die durch den Menschen Realität geworden ist. Die gegenwärtige menschliche Entscheidung soll also aus einer offenen Zukunft eine geschlossene Vergangenheit machen, die Zukunft soll im Gegensatz zur Vergangenheit nicht determiniert, sondern durch den Menschen kreativ gestaltbar sein.

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Willensfreiheit und Wahrscheinlichkeit

Ein Determinismus wird von den meisten Menschen intuitiv deshalb abgelehnt, da er keinen Platz für Freiheit zu lassen scheint. Ein regelmässiger Indeterminismus, der auf Wahrscheinlichkeiten basiert, macht die Sache aber nicht besser.

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Sind freier Wille und Determinismus kompatibel?

Beachten Sie auch die alternativen und kompakteren Beiträge zur Willensfreiheit

1. Einleitung

Eine der ältesten Debatten in der Philosophie befasst sich mit der Frage nach der Willensfreiheit des Menschen – was den Laien erstaunen mag, der überzeugt ist, dass (fast) jeder Mensch über die Freiheit seines Willens verfügt. Die Intuition, dass wir Menschen zumindest gewisse Entscheidungen aus eigenem freien Willen fällen und deshalb für diese Entscheidungen verantwortlich gemacht werden können, scheint eine der universellsten Grundüberzeugungen (fast) jedes Menschen zu sein.

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Neueste Kommentare

  • Gast - Zarathustra

    Gratuliere! Habe im gesamten Cyberspace bisher keine besseren Schriften zu diesem Themenkomplex (Determismus/Willensfreiheit) gefunden. Hier finde ich exakt die gleichen Argumente, die mir bei diesem Thema in Diskussionen immer einfallen. Das mit den fiktiven, verschiedenen Zukünften gefällt mir bes...
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Was ist das Leib-Seele Problem?

Beim Leib-Seele Problem geht es vor allem um zwei Problemkreise: zum einen um die Frage, wie sich Leib und Seele unterscheiden und zum anderen, wie Leib und Seele verbunden sind. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das Leib-Seele Problem insofern gelöst, als die Existenz einer Seele als unmöglich und auch als unnötig betrachtet wird (»Leib-Seele Dualismus). Das Problem hat sich deshalb in Richtung des sogenannten "mind-body-problem" verlagert, in Richtung des "Körper-Geist Problems": wie unterscheidet sich der "Geist", insbesondere phänomenales, qualitatives Bewusstsein vom materiellen Körper und wie sind Körper und Geist verbunden? Dieses "Körper-Geist Problem" wird in den nachfolgenden Artikeln genauer betrachtet, für einen Überblick zum Leib-Seele Problem sei auf den Wikipedia Artikel "»Philosophie des Geistes" verwiesen.

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Was ist das Körper-Geist (mind-body) Problem?

Mithilfe der naturwissenschaftlich operierenden Hirnforschung lässt sich inzwischen sehr vieles rund um das Verhältnis von Körper, Geist und Bewusstsein erklären. Es gibt aber noch nicht einmal einen Anhaltspunkt, wie man die Existenz des phänomenalen, "gefühlten" Bewusstseins rein naturwissenschaftlich erklären können sollte. Bewusstsein scheint von gänzlich anderer Art zu sein als alle physikalisch untersuchbaren materiellen "Gegenstände" (von Kutschera: Bewusstsein nicht im Gehirn). Doch kann es wirklich sein, dass Bewusstsein etwas "Übernatürliches" ist, dessen Verständnis den Naturwissenschaften grundsätzlich verborgen bleiben wird?

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Löst der Materialismus das Körper-Geist (mind-body) Problem?

Für die materialistischen Naturwissenschaften sind Geist und Bewusstsein natürliche Eigenschaften, welche sich evolutionär aus der materiellen, körperlichen Welt heraus entwickelt haben (Bayertz: Materialismus und Naturalismus). Das Körper-Geist Problem besteht für Materialisten deshalb vor allem darin, wie Körper und Geist miteinander verbunden sind. Eine besondere Herausforderung sind dabei die sogenannten "Qualia". Darunter versteht man die subjektiven, erlebten, qualitativen Aspekte von Bewusstsein, also das "wie es sich anfühlt" beispielsweise Schmerz oder die Farbe rot zu empfinden. Diese scheinen offensichtlich nicht materiell zu sein, weshalb der Materialismus von Anbeginn auf wackligen Füssen zu stehen scheint (»Was ist das Körper-Geist (mind-body) Problem?).

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Leib-Seele Dualismus

Der Leib-Seele Dualismus oder auch "interaktionistische Substanzdualismus" hat seine Wurzeln wohl im antiken Griechenland, wird heute aber vor allem auf René Descartes (1596-1650) zurückgeführt. Die Kernthese des Leib-Seele Dualismus lautet wie folgt:

Annahme 1: Es gibt eine unbezweifelbare, nicht materielle und nicht ausgedehnte „denkende Substanz“ (res cogitans), die oft auch als Seele bezeichnet wird. Diese Seele umfasst kurz gesagt Geist und Bewusstsein und gehorcht nicht zwingend den Naturgesetzen.

Annahme 2: Es gibt eine unabhängig von dieser Seele existierende ausgedehnte und materielle Substanz (die „Welt“), zu der auch der menschliche Körper oder Leib gehört. Diese Welt gehorcht den Naturgesetzen.

Annahme 3: Leib und Seele gehören zwei grundsätzlich verschiedenen „Substanzen“ an, die aber kausal interagieren können. Descartes ging davon aus, dass diese Interaktion in der Zirbeldrüse stattfindet.

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Warum es die Welt doch gibt

In der Philosophie wird gerne die Vorstellung abgelehnt, dass es die Aussenwelt gibt. 2013 hat Markus Gabriel ein Buch mit dem Titel "Warum es die Welt nicht gibt" veröffentlicht - wobei der Titel sich auf die Welt als Ganzes bezieht. Gleichwohl lässt sich mithilfe dieses Buches leicht zeigen, wo die Fehler liegen, wenn man die Existenz der Welt ablehnt und lässt sich damit zeigen, warum es die Welt eben doch gibt. Lesen Sie mehr in der »Buchrezension.

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Gibt es eine vom Menschen unabhängige Welt?

Insbesondere in der Philosophie wird die Existenz einer vom Menschen unabhängigen Welt gerne grundsätzlich in Frage gestellt. Doch auch wenn diese Philosophen gute Gründe für ihre Haltung haben, setzen die Naturwissenschaft - wie auch der gesunde Menschenverstand - die Existenz einer bewusstseinsunabhängigen Realität voraus (Philosophische Grundlagen der Naturwissenschaften). Wie und warum kommen also diese Philosophen auf ihre gelinde gesagt erstaunliche Vorstellung und wie lässt sich ein Realismus sinnvoll begründen?

(vgl. auch: »Warum es die Welt doch gibt)

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Panpsychismus

Der Panpsychismus ist ein "exotischer" Lösungsvorschlag für das Körper-Geist Problem. Für diesen Aussenseiterstatus gibt es gute Gründe, auch wenn der Panpsychismus auf den ersten Blick überzeugend zu sein scheint, wie Patrick Spät in seiner Dissertation mit dem Titel "»PANPSYCHISMUS EIN LÖSUNGSVORSCHLAG ZUM LEIB-SEELE-PROBLEM" zeigt. Die Dissertation war am 2.2.2014 im Internet abrufbar.

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David Chalmers Zombie-Argument gegen den Physikalismus

Angeblich eines der wichtigsten Argumente gegen den Physikalismus/Naturalismus/Materialismus (vgl. Was ist das Körper-Geist Problem?) ist das Zombie-Argument von David Chalmers (Lenzen: Zombie-Problem als zentrales Problem). Es findet sich sogar im Buch "Die 100 wichtigsten philosophischen Argumente" (Bruce 2012, S. 328-330). Wie sich aber leicht zeigen lässt, ist das Argument auf triviale Art und Weise falsch. Auf der englischsprachigen Seite von Wikipedia wird das Argument wie folgt zusammengefasst (Übersetzung durch MR, Original hier):

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Warum das Münchhausen-Trilemma nicht unlösbar ist

Für eine ausführliche Erklärung, worum es beim Münchhausen-Trilemma geht vgl. »Wikipedia-Artikel; »Artikel von Michael Schmidt-Salomon

Das sogenannte Münchhausen-Trilemma besagt, dass jede Aussage und somit jedes gesicherte Wissen streng genommen unmöglich sei, da

  • es 1. unmöglich sei, die Wahrheit oder Erkenntnis letztgültig zu begründen (jede Begründung erfordert ihrerseits eine Begründung, welche wiederum begründet werden muss, was bis in die Unendlichkeit weitergespielt werden kann)
  • eine Begründung, die zu einem Ende komme entweder 2. zirkulär sei (das Begründete wird irgendwann wieder selbst zur Begründung)
  • oder 3. eine Begründung, die zu einem Ende komme dogmatisch und damit unbegründet sei.

Da Wissen aber begründeter wahrer Glaube sei (Definition von Platon), könne es kein Wissen geben.

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  • Gast - Gregor

    Danke vielmals für diesen wichtigen Beitrag. Ich sah im Münchhausen-Trilemma eine offene Flanke (oder "Bermuda-Dreieck" - Manfred Hättich, 1991) in der Wissenschaft, die den kritischen Rationalismus dank konstruktivistischer bzw. postmoderner Einwürfe weiterhin ins Wanken brachte. Als angehender Pol...
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Die Esoterik der Kopenhagener Deutung

Viele Esoteriker sehen sich durch "die" Quantentheorie bestätigt, da diese viele "uralte" Postulate der Esoterik bestätigt habe. Dies ist natürlich keineswegs so. Erklären lässt sich der Missbrauch der Quantenphysik durch die Esoterik allerdings leicht dadurch, dass die Quantenphysik zwar funktioniert, aber noch keineswegs verstanden ist: über die Deutung oder Interpretation der quantenmechanischen Befunde herrscht weiterhin Unklarheit. Es gibt ganz verschiedene Interpretationen (vgl. Wikipedia) mit denen sich Experimente und Berechnungen im Bereich der Quantenphänomene erklären lassen. Doch keine der heute bekannten Interpretationen kann wirklich überzeugen. Problematisch ist allerdings, dass Quantenphysik allzuoft gleichgesetzt wird mit der bekanntesten Interpretation, der so genannten "Kopenhagener Deutung". Denn diese zeichnet sich durch ein besonderes Mass an "Esoterik" aus: sie leugnet beispielsweise die Existenz einer vom Bewusstsein losgelösten Welt und geht von der realen Existenz von Widersprüchen sowie von "Wundern" aus. Gemäss der Kopenhagener Deutung gelten im Bereich der Quantenphänomene Gesetze, die grundsätzlich nicht vereinbar sind mit den Gesetzen der "klassischen Physik" (Messproblem) und diese Gesetze entsprechen erstaunlich exakt den Gesetzen der Esoterik. Bedeutet dies nun, dass die Esoterik eben "doch recht hat" - oder dass die Kopenhagener Deutung falsch ist?

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Widersprüche in der Quantenmechanik?

„Der Widerspruch ist für Niels Bohr kein ungelöstes Rätsel, er ist ein Teil der Realität. Wir können uns aussuchen, welchen der beiden Aspekte wir beobachten wollen, doch nur wenn wir uns der widersprüchlichen abgewandten Seite bewusst sind, kommen wir der Qualität einer tiefen Wahrheit nahe.“ (Knapp 2011. S. 135)

Die studierte Religionsphilosophin Natalie Knapp, von der diese Worte stammen, gilt nicht als exotische Esoterikerin, sondern ihr Buch „Der Quantensprung des Denkens“ wird meist in der Abteilung Wissenschaftstheorie gelistet. Niels Bohr ist zudem einer der Gründerväter der Quantenmechanik und ihrer »Kopenhagener Deutung, welche zumindest in manchen Versionen die reale Existenz von Widersprüchen behauptet. Über die Kopenhagener Deutung schreibt der Physiknobelpreisträger Robert Betts Laughlin allerdings: "So war die Tatsache, daß die Kopenhagener Deutung überhaupt keinen Sinn ergab, ihre eigentliche Stärke…“ (Gumbrecht 2008, S. 52) Der Physiknobelpreisträger Murray Gell-Mann sagte zudem in einer Rede: "Niels Bohr unterzog eine ganze Generation von Physikern einer Gehirnwäsche, indem er sie glauben machte, das Problem [der Auslegung der Quantenmechanik] sei bereits vor fünfzig Jahren gelöst worden." (Gumbrecht 2008, S. 55)

Es stellt sich also die Frage, ob die „reale Existenz von Widersprüchen“ tatsächlich zu einer tieferen Wahrheit führt - oder schlicht zu Nonsense.

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Quantenphysik und Esoterik

Quantenphysik ist in der Esoterik ein grosses Thema. Denn viele Esoteriker sind der Überzeugung, dass sich mit Quantenphysik viele esoterische Phänomene erklären liessen, die auf "natürliche" Art und Weise unerklärbar sind. Dies ist definitiv nicht der Fall, es fällt allerdings auf, dass manche Deutungen der Quantenphysik selbst erstaunlich esoterisch tönen. So nehmen beispielsweise manche Deutungen an, dass im Bereich der Quantenphänomene Widersprüche real existieren (Schrödingers Katze; Knapp: Widersprüche als Teil der Realität). Oder dass die (materielle) Welt nicht unabhängig von immateriellem Bewusstsein existiere (Bunge: Kopenhagener Deutung), die materielle Welt also abhängig sei von einem immateriellen "Beobachter". Ebenfalls sehr esoterisch tönt der Gedanke, dass Quantenphänomene im Gegensatz zur restlichen Naturwissenschaft teilweise indeterministischen, teilweise deterministischen Gesetzen gehorchen sollen, dass sie quasi "willensfrei" seien. Dies ist eine dualistische Vorstellung, die ansonsten in den Naturwissenschaften strikt abgelehnt wird und führt zum wohl grundsätzlich unlösbaren Messproblem. An den Ergebnissen der Quantenphysik gibt es keine ernsthaften Zweifel. Aber es existieren unterschiedliche Deutungen dieser Ergebnisse, von denen manchen esoterischer zu sein scheinen als andere. Wie lässt sich dies bewerten?

 

   
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Letzte Ausfahrt Quantenmechanik?

„Sind Wissenschaft und Religion wirklich so unvereinbar? Oder kann man mithilfe der Quantenphysik nachweisen, dass sie zusammengehören - als zwei Erfahrungsweisen des modernen Menschen, die einander ergänzen?“ [1]

Was der Trend- und Zukunftsforscher Mathias Horx 2007 im P.M. Magazin geschrieben hat spiegelt die Hoffnung vieler Menschen auf eine Verschmelzung von Wissenschaft und Glauben. Ermutigt werden sie dabei dadurch, dass Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts mit der Quantenphysik oder besser Quantenmechanik eine naturwissenschaftliche Theorie entwickelt wurde, die in vielerlei Hinsicht nicht kompatibel ist mit der klassischen Wissenschaft, dafür aber möglicherweise mit religiösen und parawissenschaftlichen Ideen. Doch ist die Quantenmechanik wirklich die wohl letzte Ausfahrt aus dem klassisch-wissenschaftlichen Denken oder lässt sich diese Strasse nicht mehr ernsthaft verlassen?

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Determinismus oder Indeterminismus

2008 wurde eine an Studenten durchgeführte Studie veröffentlicht, die zeigte, dass rund 90 Prozent (allerdings nur von 41) Befragten der Ansicht waren, dass wir in einem indeterministischen Universum lebten und in einem deterministischen Universum Personen nicht moralisch verantwortlich für ihre Taten wären. Unabhängig davon, ob diese Zahlen genau stimmen, scheinen sie eine eindeutige Tendenz zu zeigen: eine grosse Mehrzahl der Bevölkerung ist der Ansicht, dass nicht schon vor ihrer eigenen Geburt exakt feststand, wie ihr Leben aussehen wird, weshalb sie einem indeterministischen Weltbild anhängen.

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Wahrscheinlichkeit: Worum es geht

Die Frage nach Wahrscheinlichkeit ist vor allem deshalb von grosser Bedeutung, da sie eine Entscheidungsgrundlage sein könnte, um zwischen Determinismus und Indeterminismus zu entscheiden (»Determinismus oder Indeterminismus). Lässt sich die Wahrscheinlichkeit der Quantenmechanik nur indeterministisch deuten, wie viele Physiker glauben, ist ein Determinismus widerlegt.

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Wahrscheinlichkeit: Argumentarium

Gerne wird behauptet, dass Wahrscheinlichkeiten, wie sie in der Quantenphysik vorkommen zeigten, dass die Welt (zumindest teilweise) indeterministisch sei. Dagegen gibt es allerdings verschiedene grundlegende Vorbehalte:

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Kausalität

Unter Kausalität versteht man Ursache-Wirkung Verbindungen. Zünde ich ein Kerze an und ist diese zehn Stunden später niedergebrannt, gibt es eine Verbindung zwischen diesen zwei Ereignissen oder Situationen: das Anzünden war die Ursache dafür, dass die Kerze jetzt niedergebrannt ist. Die Kerze hat sich aber nicht unmittelbar aufgelöst, sondern die Ursache hat über beispielsweise zehn Stunden zur Wirkung geführt, dass die Kerze nun ein Kerzenstummel ist. Zwischen der Ursache und der Wirkung besteht also eine Verbindung aus Ursachen und Wirkungen über die Zeit hinweg, die man auch als Kausalketten bezeichnet. 

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Religion ohne Religion

Religion ist ein schillernder Begriff mit sehr vielen unterschiedlichen Bedeutungen. Religion ist deshalb kaum eindeutig definierbar, es lassen sich aber Bedingungen erfassen, welche für die meisten Religionsbegriffe notwendig sind, wenn auch viele Ausnahmen bestehen mögen. Religion gibt in der Regel (scheinbar) letztgültige Antworten auf Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach einem möglichen "Leben" nach dem Tod, nach Entstehung, Funktionsweise und Ende der Welt. Religion gibt vielen Menschen Halt, indem sie eine (imaginäre) Bezugsperson zur Verfügung stellt, absolute Werte vermittelt und Anleitungen dafür gibt, wie ein "richtiges" Leben auszusehen hat. Religion umfasst verschiedene Aspekte, die direkt das Gefühl ansprechen: spirituelle, mystische Erlebnisse; Gotteserfahrungen; gefühlte Verbindungen mit dem Jenseitigen, Transzendenten oder Absoluten; Gebet, Meditiation oder andere Formen kontemplativer Techniken; Rituale; Gruppenveranstaltungen etc. Die meisten Religionen nehmen zudem die Existenz von Geistern, Göttern, "Prinzipien" oder auch einem einzelnen Gott an, welche über aussergewöhnliche, meist übernatürliche Kräfte verfügen und die dem Menschen je nachdem in Notsituationen beistehen können oder gegenüber denen der Mensch Verantwortung trägt: diejenigen, die sich an die Normen der jeweiligen Religion halten werden dafür nach dem Tod belohnt, die anderen dafür bestraft.

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  • Gast - Szenon

    «Unvereinbarkeit verschiedener Religionen». Der französische Philosoph Louis Cattiaux (1904-1953) in “Die Wiedergefunde Botschaft” (Verlag Herder, Basel, 2010, S.277): «O Gläubige aller Religionen, aller Rassen und aller Nationen, erkennt euch wie die Kinder des einzigen Gottes und unterstützt euch ...
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Glauben: Worum es geht

Ohne Glauben geht es nicht. Wer nicht an den eigenen Erfolg glaubt, wer nicht daran glaubt, dass morgen die Sonne wieder aufgeht, wer nicht daran glaubt, dass seine Erinnerungen wahr sind ist kaum lebensfähig. Alle diese Dinge kann man aber nicht wissen, da uns die Zukunft verschlossen ist und man sich über die Vergangenheit täuschen kann. Gleichwohl gibt es unterschiedliche Formen von Glauben, von denen einige wie die Erwähnten sehr sinnvoll sind, manche aber auch äusserst schädlich.

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Gibt es Gott?

Gott lässt sich weder beweisen noch widerlegen, weil es "den" Gott nicht gibt. Mit dem Begriff "Gott" werden völlig verschiedene Dinge bezeichnet, weshalb ein Beweis oder eine Widerlegung unmöglich ist. Solange nicht klar ist, was mit "Gott" bezeichnet wird, lässt sich seine Existenz genauso wenig beweisen oder widerlegen wie jene eines Kwabromuzls. Was also ist "Gott", der/die/das bewiesen oder widerlegt werden soll? Handelt es sich dabei um einen alten Mann mit weissem Bart, der Erde und Menschen vor rund 6000 Jahren geschaffen haben soll? Oder handelt es sich dabei um eine höhere "Kraft" oder "Energie", welche alles durchdringt? Um etwas Allmächtiges? Handelt es sich um einen Gott, um eine Göttin, um "ein" Gott (eine "Sache") oder um eine ganze Götterwelt? Gehören Engel auch zum Göttlichen, ist Gott in jedem von uns drin? Ist Gott die Liebe, das Erkennen (Meister Eckhardt)? Offenbart sich Gott in den Handlungen der Natur (Galileo Galilei)? Ist Gott die Wahrheit (Mahatma Gandhi)? wesensgleich mit der naturgesetzlichen Macht (Max Planck)? eine grenzenlos überlegene Vernunft (Albert Einstein)? die zentrale Ordnung der Wirklichkeit (Werner Heisenberg)? (Niemz 2011, S. 86) Je nachdem, was mit "Gott" bezeichnet wird, müssen Beweis oder Widerlegung ganz verschieden ausschauen. Zudem muss geklärt werden, wie ein Beweis oder eine Widerlegung ausschauen müsste. Genügt als Beweis eine Offenbarung, eine Gotteserfahrung, eine platte Behauptung? als Widerlegung das Aufzeigen eines logischen Widerspruchs? Oder ist Gott eben gerade das grundsätzlich Unwiderlegbare?

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Reyman über die Beseelung im Christentum

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Über Reyman

Und so bin auch ich aus einem Nichtich entstanden. Wie das Huhn aus dem Nichthuhn (vgl. »Huhn oder Ei? Die Lösung lautet: Das Nichthuhn war zuerst!). So quasi. Also nicht, dass du jetzt denkst, dass ich so Huhn, wobei, also meine Alte, die war schon ein wenig die Glucke. Aber mehr so Nichthuhn, weil wegen, also Vati und Mutti, so meine Alten, also die haben da mal so kurz ein wenig, du weisst schon, so ein wenig hin und her und Ah und Oh, wobei. Also so ganz genau weiss ich das ja jetzt nicht. Ob die mehr so im Dunkeln und ob die so Ah und Oh. Aber auf jeden Fall, also die haben da mal kurz und Schwups, war ich da. So Nichtich und dann Ich. Wobei. Also das ist ja eben die Frage. Ob jetzt da mein Ich, ob das so Folge der Schweinigeleien meiner Alten oder ob das jetzt mehr so Teil einer Seele. Ob ich da schon vorher quasi auf Standby und schon lange existiert davor oder ob ich da direkt aus dem Nichtich und dann Ich. So Spermium und Ei und dann Ich oder ich schon uralt, so Seele und dann einfach bei meiner Alten gelandet. Hehe. Wobei. Also wenn ich da diese Seele, dann war die ja auch mal nicht Ich und deshalb, also eigentlich bin ich ja fast sowieso aus einem Nichtich. Eben.
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Reyman über den Weg in die Hölle

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Über Reyman

Jetzt, wo sind wir da stehen geblieben. So der Alte da, dass der die ganze Verantwortung trägt. Und nicht du und nicht der Klaus und auch nicht der Nichtklaus und auch nicht die Nina (»Reyman über die Beseelung im Christentum). Aber also, wenn da der Alte die volle Verantwortung, also dann ist das ja der Oberperverse. Ich meine, der weist dir da deine Alten zu, so mit miserablen Genen und schlechter Erziehung und und und. Und der gibt dir einen miesen Charakter und umgibt dich mit einer Welt voller Versuchungen. Und wenn du dann nicht zum Heiligen wirst, dann lacht der sich ins Fäustchen und steckt dich in die Hölle. Das ist doch einfach pervers. Oberpervers. Der Allmächtige. Was natürlich superdoof. Der Allmächtige oberpervers. Aber anders kannst du das nicht erklären, was, also wenn das überhaupt stimmt.
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Reyman über die Evasünde

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Über Reyman

Und da fragst du dich dann vielleicht schon, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Dass da die Menschen derart böse und so Sünder und fast alle in der Hölle (»Reyman über den Weg in die Hölle). Und warum so der arme Alte, so der, gegen den sich alle verschworen und keiner nimmt ihn wirklich ernst und überhaupt, also warum da der arme Alte, also das ist ja der Allmächtige. Und deshalb, also der könnte da doch eingreifen und einfach Lösung. Müsste doch möglich sein. Aber ist natürlich wieder alles ganz anders. Weil gibt natürlich eine Lösung. Aber komplizierte Lösung. Halt so typische Lösung vom Alten. Und um das zu verstehen, also da müssen wir zurück zum Anfang. Quasi »Nichthuhn. Bloss, dass da kein Nichthuhn, sondern dass da am Anfang eben gleich der Hahn. So der Adam. So aus dem Nichts.

 

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Was ist Kreationismus?

Unter Kreationismus versteht man die Vorstellung, dass Welt und Leben von einem intelligenten Wesen "kreiert" wurden. Alle heute existierenden Lebewesen seien wie in der Bibel beschrieben mehr oder weniger in der heutigen Gestalt direkt von Gott geschaffen (=kreiert) worden. Diese Vorstellung bringt allerdings gravierende Probleme mit sich, auf die im Folgenden kurz eingegangen werden soll. 

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$250'000 für den, der die Evolutionstheorie beweist...

Schon seit längerer Zeit existiert James Randis Angebot, jener Person eine Million Dollar zu geben, die einen empirischen Nachweis dafür liefern kann, dass sie über paranormale Fähigkeiten verfügt. Wohl in Anlehnung daran entstand ein scheinbar analoges Angebot von Seiten eines »Kreationisten: “Ich biete demjenigen, der mir einen empirischen Nachweis für die Evolution liefern kann US$ 250 000. Mein seit 1990 bestehendes US$ 250 000 Angebot beweist, daß die Hypothese der Evolution nichts weiter als ein heidnischer religiöser Glaube ist.” (Dr. Kent Hovind) Dieses Angebot wurde inzwischen zwar - ohne nähere Begründung - zurückgezogen. Gleichwohl lohnt sich die Auseinandersetzung damit. Denn auf den ersten Blick scheint dieses Angebot wirklich überzeugend zu sein: wenn Randis 1 Million beweisen soll, dass es paranormale Fähigkeiten nicht gibt, müsste doch auch Dr. Hovinds Angebot beweisen, dass die Evolutionstheorie falsch ist. Dem ist allerdings nicht so.

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Angenommen, die Evolutionstheorie wäre tatsächlich falsch...

Von kreationistischer Seite (»Ist der Kreationismus wissenschaftlich?) wird mit allergrösster Akribie versucht die »Evolutionstheorie zu widerlegen. Dabei werden durchaus spannende und herausfordernde Fragen gestellt, die allerdings den Kern der Evolutionstheorie in der Regel nicht einmal annähernd auch nur schon streifen. Viele der Fragen sind zudem längst beantwortet, respektive die Behauptungen widerlegt, nur wenige Fragen würden einer genaueren Untersuchung verdienen - doch kann ein Angriff mit dem Schrotgewehr in der Hoffnung mal einen Treffer zu landen keine Aufforderung dazu sein, sich mit jeder Schrotkugel genauer auseinanderzusetzen. Doch genau dies tun viele Wissenschaftler - sie verschwenden zu viele Stunden, um gegen absurde Vorwürfe Stellung zu nehmen, respektive Behauptungen zu widerlegen.

Diesem Trommelfeuer mit Widerlegungen zu begegnen scheint sinnlos und aussichtslos. Viel wichtiger aber ist es, dass es gar nicht darum geht, ob die Evolutionstheorie stimmt oder nicht. Selbst wenn die Evolutionstheorie sich tatsächlich als falsch herausstellen sollte - für den Kreationismus würde sich rein gar nichts ändern. Denn der Kreationismus ist völlig unabhängig von der Richtigkeit der Evolutionstheorie falsch. Der Kreationismus ist längst empirisch wie auch logisch widerlegt, wie auch im Artikel »Ist der Kreationismus wissenschaftlich? gezeigt wird.

Anstatt also aus der Defensive heraus zu agieren (man wird permanent beschossen mit absurden Argumenten) sollte man vielleicht eingestehen, dass keine Schrotkugel treffen wird und in die Offensive übergehen: zeigen, warum der Kreationismus auch dann falsch ist, wenn die Evolutionstheorie sich als falsch herausstellen sollte. Vielleicht wäre es sinnvoller wieder mehr zu betonen, dass die Richtigkeit des Kreationismus bedeuten würde, dass alle heute lebenden Tiere inklusive Eisbären auf der Arche Noah (im tropischen Nahen Osten - und fern der Heimat der Eisbären) hätten gewesen sein müssen. Oder auch, dass Kreationisten davon ausgehen, dass der Grand Canyon durch die Sintflut geschaffen wurde - also ein geologisches Ereignis! Oder dass sich die Welt nachweislich in den letzten 4000 Jahren evolutionär weiterentwickelt hat. Oder oder oder. Es gibt genügend völlig absurde Beispiele - wer sich davon nicht abschrecken lässt, der soll doch weiterfeuern.

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Ist der Kreationismus wissenschaftlich?

Um es gleich vorwegzunehmen: die Antwort ist ein definitives (!) Nein. Wenn Sie wissen wollen, warum das so ist, dann lesen Sie am besten gleich weiter. 
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Was ist Esoterik?

Esoterik bedeutet "innerlich", was ein durchaus passender Begriff für das ist, was mit Esoterik gemeint ist. Denn erstens bezeichnet man mit Esoterik eine okkulte, also geheime, verborgene Lehre, die zumindest ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Sie war nur den "Inneren", den "Eingeweihten" zugänglich und wurde auch nur mündlich überliefert. Die esoterische Lehre soll das "Urwissen" der Menschheit enthalten und wurde um das Jahr 1900 (Helena Blavatsky 1875, Kybalion 1908) zumindest teilweise schriftlich fixiert und einer breiteren Öffentlichkeit verfügbar gemacht. Die Esoterik ist damit zumindest teilweise zur Exoterik geworden, wobei für einen Esoteriker nur der Eingeweihte oder Suchende die dargelegten Weisheiten überhaupt verstehen kann.

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Warum persönliche Erlebnisse wenig Aussagekraft haben

Dass diese beiden Tischplatten nicht identisch sind, erscheint offensichtlich. Die linke ist schmaler, die rechte tiefer - wer könnte daran zweifeln? In analoger Weise ist es für viele Menschen unbezweifelbar, dass "ihre" Alternativmedizin eindeutig wirkt oder dass sie über "paranormale Fähigkeiten" verfügen. Schliesslich haben sie es selbst erlebt. Wissenschaftler hingegen trauen ihren Augen und subjektiven Belegen für Wirksamkeit nur bedingt. Sie messen lieber nach, entwickeln und verwenden möglichst subjekt-unabhängige Messkriterien. So finden sie nicht nur heraus, dass die Tischplatten tatsächlich identisch (!) sind, sondern können auch mittels komplizierter Studienanordnungen zeigen, ob ein bestimmtes alternativmedizinisches Verfahren wirkt oder ob jemand tatsächlich über "paranormale" Kräfte verfügt. Dies ist deshalb notwendig, da der subjektive Eindruck allzuoft täuscht.
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Gibt es Übersinnliches?

"Skeptisch sein bedeutet Anstrengung - das Hirn muss sich selbst hemmen, um nicht wild draufloszuassoziieren. Die Frage ist also nicht, warum Menschen an Übersinnliches glauben. Sondern eher, warum manche den Prozess willentlich unterdrücken können.“ (Eckart von Hirschhausen).
Viele Menschen empfinden den Drang, möglichst allem, was geschieht einen Sinn zu geben. Sie versuchen insbesondere all das zu erklären, was sie unmittelbar erleben. Dazu gehört auch vieles, was sich scheinbar nicht auf natürliche Art und Weise erklären lässt, weshalb gerne das Übersinnliche oder Übernatürliche als Erklärung ins Spiel gebracht wird. Viele dieser Erklärungsansätze sind durchaus in sich geschlossen und oftmals (zumindest auf den ersten Blick) widerspruchsfrei. Es handelt sich dabei immer wieder um faszinierende Gedankengebäude, die sowohl das Sinnliche wie auch das Übersinnliche zu erklären scheinen und die manchmal auch sinnvoller oder „rationaler“ erscheinen als wissenschaftliche Erklärungsmodelle. Bei genauerem Hinsehen ergeben sich mit diesen "übersinnlichen Erklärungsansätzen" aber schnell Schwierigkeiten.
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Was wird alles zur Esoterik gezählt?

Die folgende Auflistung ist keineswegs vollständig und mag auch die eine oder andere "Disziplin" beinhalten, die nicht eindeutig zur Esoterik gezählt wird. Es ist mehr der Versuch, einen Überblick zu verschaffen, was alles zur Esoterik gezählt wird (ob zu Recht oder nicht).

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Was ist Alternativmedizin?

Schon die Bezeichnung "Alternativmedizin" oder auch "Komplementärmedizin" zeigt, dass es noch eine "klassische" oder "konventionelle" Medizin geben muss, die durch die Alternativmedizin im Extremfall ersetzt oder zumindest ergänzt (komplementiert) werden soll. Um genauer zu verstehen, worum es sich bei der alternativen Medizin handelt, muss also geklärt werden, was man unter konventioneller Medizin versteht und welche Gründe für eine Ergänzung oder Ersetzung der konventionellen Medizin sprechen. Von Bedeutung ist es dabei zu zeigen, auf welchen Wirkmechanismen die verschiedenen Formen von Medizin basieren, respektive wie ihre Wirksamkeit belegt wird. Hier sieht sich die Alternativ- oder Komplementärmedizin mit grossen Herausforderungen konfrontiert, weshalb viele Wissenschaftler der Ansicht sind, dass es sich zumindest bei den meisten solchen Verfahren nicht um Medizin, sondern höchstens um "Pseudomedizin" handelt..
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Alternativmedizin: Argumentarium

Jemand, der von der Alternativmedizin überzeugt ist, will in der Regel davon überzeugt sein. Viele haben den Glauben an die evidenzbasierte Medizin verloren, weil ihre Gebrechen nicht geheilt werden konnten und hoffen auf die Alternativmedizin. Versucht man diese Hoffnung zu zerstören, indem man argumentiert, dass Alternativmedizin "x" nicht funktionieren kann, wird man kaum erfolgreich sein.

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Wie wirkt Alternativmedizin?

Jede und jeder kennt Menschen - oder ist selbst einer davon - die auf Alternativmedizin schwören. Lieber wird ein homöopathisches Mittel genommen als Chemie, die womöglich schlimme Nebenwirkungen hat. Oftmals suchen auch Patienten, bei denen die konventionelle, wissenschaftliche Medizin keine Heilerfolge verzeichnen konnte, Alternativen, da sie sich mit ihrem Leiden nicht abfinden wollen oder können. Gut gibt es also alternative Heilmethoden, deren Erfolge zum Teil enorm sein sollen. In Lourdes werden angeblich Blinde zu Sehenden, Akkupunktur und Ähnliches scheint durchschlagende Erfolge bei chronischen Leiden zu haben. Da die meisten alternativen Heilmethoden behaupten, keine schädlichen Nebenwirkungen zu haben, scheint es sich auf jeden Fall zu lohnen, es mal auszuprobieren, selbst wenn die Wissenschaft deren Wirksamkeit in Frage stellt. Denn offensichtlich gibt es Menschen, bei denen Alternativmedizin wirkt - doch lässt sich auch erklären, warum?

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Alternativmedizin: Wie sie nicht wirkt

Geht es um die Erklärung der Wirkungsweise ihrer Verfahren, sind Alternativmediziner meist selbst auf reine Spekulationen angewiesen. Sie sehen nur, dass ihr Verfahren wirkt, können aber nicht erklären, wie oder warum es wirkt. Es werden zwar zum Teil sehr mutige Annahmen getroffen, die aber in der Regel nicht nur abenteuerlich, sondern auch unmöglich sind. Um die Wirkweisen der Alternativmedizin besser zu verstehen, soll im Folgenden kurz auf die Geschichte der Alternativmedizin eingegangen werden, um danach einen Erklärungsansatz für die Wirksamkeit darzustellen und zu kritisieren.

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Alternativmedizin: Der Placeboeffekt

Unter Placebos versteht man in der Regel Präparate, die äusserlich von einem Arzneimittel nicht zu unterscheiden sind, aber keinen Wirkstoff enthalten. Diese "Scheinmedikamente" zeigen oftmals erstaunliche Wirkungen, was man als Placeboeffekt bezeichnet. Der Placeboeffekt kann sogar bei Operationen vorkommen.

Der Placeboeffekt ist im Detail noch nicht wirklich verstanden, basiert aber wesentlich auf dem Glauben. Er kommt beispielsweise zustande, wenn man den Patienten glauben macht, dass er ein potentes Arzneimittel erhalte. Unabhängig davon, ob es sich dabei um ein "echtes" Arzneimittel handelt oder um ein Placebo, kann oftmals ein Heilprozess gestartet weden, der eindeutig stärker ist, als wenn der Patient nicht behandelt worden wäre.

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Alternativmedizin: Impfen...

Eines der beliebtesten Tummelfelde von Anhängern der Alternativmedizin ist das Impfen. Dieses wird als gefährlich diskreditiert, weshalb man sich möglichst davor hüten sollte. Diese Ablehnung von Impfungen basiert dabei einerseits auf Ängsten ("mir geht es doch gut, warum soll ich also ein Risiko auf mich nehmen?), andererseits auf ähnlichen Mechanismen wie die Zustimmung zur Alternativmedizin. 
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Alternativmedizin: ganzheitliche Ursachenbekämpfung?

Viele alternativmedizinische Verfahren betonen, dass sie im Gegensatz zur konventionellen, wissenschaftlichen Medizin den ganzen Menschen betrachteten und somit die Ursachen einer Krankheit bekämpften. Statt ein Schmerzmittel gegen Schmerz zu geben, müsse die Ursache geheilt werden, müssten beispielsweise übermässige Spannungen abgebaut werden. Sei der Mensch als Ganzes in Harmonie mit sich und dem Universum, würden sich auch die Symptome legen. Problematisch an dieser Argumentationsweise ist zweierlei:

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Reyman über Grander-Wasser

Jetzt aber wirklich wahr. Da hab ich doch mal nen Vortrag von einem gehört [1; Erich Eder], der hat da berichtet, dass der verklagt worden ist, weil der in einem Leserbrief geschrieben hat, dass Grander-Wasser, dass das, also, ne, natürlich nicht. Hehe. Das schreib ich jetzt natürlich nicht. Hehe. Auch wenn der von fast allem freigesprochen worden ist. Aber eben nur fast und fast ist nicht ganz und ich bin ja nicht ganzdoof. Weil, also der hat da nur klitzekleinen Leserbrief in einer kleinen Zeitung und Zack. Klage am Hals. Und jahrelanger Prozess. Also echt. Da musst du schon aufpassen, was du schreibst. Und deshalb nur ein Link zu. Aber, also dieses Grander-Wasser, das ist eben schon noch spannend. Das ist angeblich so belebtes Wasser und das ist so besonders heilig und wenn du das trinkst dann irgendwie besseres Leben oder so. Also ich zitier dir mal kurz von deren Website. So Grander-Website:

 

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Neueste Kommentare

  • Gast - Reto Bucher

    YOU MADE MY DAY!! Danke für die locker flockig und trotzdem überzeugenden Texte über all diesen Bullshit! 2017 ... und noch immer gedanklich im Mittelalter. Wir lachen über all die Schwarzafrikaner irgendwo im Busch, die so extrem abergläubisch sind ... und dabei sind wir, die gebildeten 10-Elite-% ...
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Homöopathie Bullshit Bingo

Auf der Seite www.sheng-fui.de findet sich das faszinierende "Homöopathie-Bullshit-Bingo". Wer allerdings nicht nur Bingo spielen, sondern auch Antworten haben will, findet sie hier.

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Homöopathie: Worum es geht

Homöopathie ist ein Heilverfahren (»Alternativmedizin), das davon ausgeht, dass Substanzen durch eine bestimmte Form von Verdünnung in ihrer heilerischen Wirksamkeit "potenziert", also verstärkt werden können. Zudem geht die Homöopathie davon aus, dass Ähnliches Ähnliches heilt.

Ein homöopathisches Präparat gegen Bienenstiche enthält also selbst Bienengift (Ähnlichkeitsprinzip), das jedoch nicht "pur", sondern in extrem stark verdünnter Form verabreicht wird (Verdünnungs- oder Potenzierungsprinzip).

Für eine ausführliche Beschreibung der Homöopathie vgl. »Entstehung der Homöopathie und die darauf folgenden Artikel. Zudem sei auf den sehr guten Artikel von Amardeo Sarma verwiesen

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Homöopathie: Argumentarium

Die Debatte rund um die Homöopathie dreht sich im Kreis, da die Protagonisten aneinander vorbeisprechen. Es können noch so viele Studien die fehlende Wirksamkeit der Homöopathie beweisen, noch so viele physikalische Argumente die Unmöglichkeit von Hahnemanns Lebenskraft belegen - das Ziel Homöopathen zum Zweifeln zu bringen haben sie nicht erreicht und werden sie nicht erreichen. Auf dieser Seite wird deshalb versucht, alternative Argumentationsstrategien herauszustreichen und zu entwickeln.

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Erklärungen für die "Erfolge" der Homöopathie

Um es kurz zu sagen: Homöopathie kann gar nicht nicht erfolgreich sein. Nicht nicht erfolgreich. Denn das ganze System ist so aufgebaut, dass Erfolge stets der Homöopathie zugeschrieben werden, Misserfolge aber auf homöopathiefremde Umstände. Es ist also innerhalb des Systems der Homöopathie gar nicht möglich, dass Homöopathie nicht wirkt. Verlässt man dieses System - ist es offensichtlich, dass sie nicht wirkt, wie dutzende, wenn nicht hunderte Studien und naturwissenschaftliche wie logische Argumente längst bewiesen haben. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, wie die Homöopathie funktioniert.
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Entstehung der Homöopathie

Der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann hatte Ende des 18. Jahrhunderts einen Selbstversuch mit Chinarinde gemacht, die damals gegen Malaria verschrieben wurde. Nach der Einnahme von Chinarinde erlebte er mehr oder weniger die selben Symptome, wie jene der Malaria. Sein Schluss aus diesem Experiment war der, dass eine Substanz, die bei Gesunden ähnliche Symptome hervorrief wie eine Krankheit, die Krankheit heilen könne.

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Wie die Homöopathie wirken soll

Während die Wirksamkeit der Homöopathie von verschiedener Seite in Frage gestellt wird, ist die Wirksamkeit für ihre Anhänger längst bewiesen (»Alternativmedizin: wie sie wirkt). Es ist jedoch bis heute nicht gelungen, das angebliche Wirkprinzip zu erklären. Im Gegenteil sprechen nicht nur alle seriös durchgeführten wissenschaftlichen Studien gegen die Wirksamkeit der Homöopathie, sondern auch ihre Entstehungsgeschichte und ihr theoretisches Fundament. Dieses basiert auf wenigen Grundannahmen: zuerst einmal auf der Vorstellung einer allen Lebewesen innewohnenden "Lebenskraft", desweiteren auf dem "Ähnlichkeitsprinzip" und dem Prinzip der "Potenzierung durch Verdünnung". Dieses theoretische Fundament soll im Folgenden genauer untersucht werden.

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Bewertung der Grundlagen der Homöopathie

Für diesen Abschnitt wird die Kenntnis des Abschnitts »Wie die Homöopathie wirken soll oder Grundkenntnisse der Homöopathie vorausgesetzt.

Bewertung der Lebenskraft

Samuel Hahnemann beschreibt die Lebenskraft als geistartige "Dynamis", welche den materiellen Körper belebe. Ohne dieser sei der materielle Organismus "keiner Empfindung, keiner Thätigkeit, keiner Selbsterhaltung fähig." (Organon Onlineversion §9, §10,) In §11 vergleicht er diese dynamische Kraft mit der Wirkung des Mondes auf Ebbe und Flut und jener eines Magneten auf ein Stück Eisen. Analog dazu gebe es eine immaterielle Lebenskraft: "So ist z.B. die dynamische Wirkung der krankmachenden Einflüsse auf den gesunden Menschen, sowie die dynamische Kraft der Arzneien auf das Lebensprincip, um den Menschen wieder gesund zu machen, nichts als Ansteckung und so ganz und gar nicht materiell, so ganz und gar nicht mechanisch, als es die Kraft eines Magnetstabes ist..."

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Herstellung homöopathischer Präparate

Das Folgende basiert grösstenteils auf Auszügen aus dem Homöopathischen Arzneibuch von 1978 (genaue Angaben ganz unten). Es ist das amtliche Werk zur Homöopathie. Ein Auszug aus dem Vorwort:

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Thilo Bock: Tempelhofer Feld (2014)

Thilo Bock trinkt, liest und singt mit Leidenschaft. Sein Ziel ist es dereinst in allen Kneipen Berlins zumindest getrunken und als Autor von Kurztexten vorgelesen zu haben. Bock ist Berliner Patriot und Dadaist, wie sein Video „sei laut, sei im Weg, sei nicht von hier!“ zeigt, er ist gern gesehener Gast am LSD im Schokoladen, regelmässig Dichter als Goethe und Teilzeitinsasse einer Heil- und Pflegeanstalt für Autorennachwuchs in Wewelsfleth. In seiner Freizeit beschäftigt er sich gerne mit Lebensmitteln. Thilo Bock hat keinen Hund.  

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Tobias Chi: Heller (2010)

Ein Zürich-Roman, wie man ihn noch nie gelesen hat.

"Heller", das Debüt des Zürcher Autors Tobias Chi, entspinnt die fesselnde Geschichte um drei Männer, deren Wege sich auf schicksalshafte Weise überschneiden. Und erzählt en passant viele weitere Geschichten.

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Markus Gabriel: Warum es die Welt nicht gibt (2013)

Markus Gabriel, jüngster Philosophieprofessor Deutschlands, stellt in seinem Buch "Warum es die Welt nicht gibt" wenig erstaunlich die These auf - dass es die Welt nicht gibt. Sehr erstaunlich ist hingegen, dass Gabriel als zweiten Grundgedanken in seinem Buch den "neuen Realismus" sieht (S. 9, alle nicht anders ausgezeichneten Zitate aus Gabriel 2013). Denn Realismus bedeutet, "dass es eine denkunabhängige Wirklichkeit gibt" (Wikipedia), Realismus bedeutet also, dass es die Welt gibt. Dieser Widerspruch lässt sich dadurch auflösen, dass Gabriel zum einen mit unklaren Begriffen arbeitet. Zum anderen handelt es sich bei seiner Philosophie keinesfalls um einen Realismus, sondern um den Versuch einen philosophischen Idealismus als Realismus zu verkleiden. Wie aber kommt Gabriel überhaupt auf die Idee, dass es die Welt nicht geben soll?

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Thomas Nagel: Geist und Kosmos (2013)

"Die Philosophie muss komparativ vorgehen. Das Beste, was wir tun können, ist, auf jedem wichtigen Gebiet so vollständig und sorgfältig wie möglich konkurrierende alternative Konzeptionen zu entwickeln, die sich nach unseren jeweiligen Sympathien richten, und zu prüfen, wie sie gegeneinander abschneiden. Das ist eine glaubwürdigere Form des Fortschritts als der entscheidende Beweis oder die Widerlegung."

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Brigitte Falkenburg: Mythos Determinismus (2012)

Der Titel von Frau Professor Doktor Doktor Falkenburgs Buch ist verkaufstechnisch geschickt, inhaltlich aber nicht ganz präzise gewählt. Denn die Physikerin und Philosophin Brigitte Falkenburg behandelt in ihrem Buch zum einen vor allem das Reduktionsproblem der Hirnforschung, das nur am Rande mit Determinismus zu tun hat, zum anderen zeigt sie keineswegs, dass der Determinismus ein "Mythos" ist. Vielmehr gesteht sie sogar ein, dass es selbst in der möglicherweise indeterministischen Quantenmechanik viele deterministische Elemente gebe (z.B. S. 279) und deterministische Deutungen der Quantenmechanik durchaus möglich seien. Den "Determinismus für die Quantenprozesse metaphysisch durch verborgene Parameter oder Parallelwelten zu retten" findet sie schlicht "auch nicht plausibel" (S. 377) - es ist aber nicht unmöglich. Erstaunlich ist dieses Eingeständnis deshalb, da mit Ausnahme der Quantenmechanik (vermutlich) alle naturwissenschaftlichen Theorien deterministisch sind und sich Frau Falkenburg als Wissenschaftlerin versteht. Es stellt sich deshalb die Frage, wie Frau Falkenburg den Determinismus ausserhalb der Quantenmechanik als "Mythos" entlarven will und welche Folgen sich daraus ergeben.

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Rupert Sheldrake: Der Wissenschaftswahn (2012)

Rupert Sheldrake wirft in seinem Buch der Wissenschaft vor, ein Wahn zu sein, also eine Denkstörung, die sich dadurch auszeichnet, dass die eigene Überzeugung, also hier die Überzeugung der Wissenschaft unvereinbar ist mit der objektiv nachprüfbaren Realität, diese Unvereinbarkeit aber nicht eingesehen wird (Wikipedia). Den Nachweis für diese sehr starke Behauptung versucht der Autor vor allem mit Fragen zu erbringen, die die Wissenschaft nicht beantworten könne, sondern deren Antwort sie einfach als Dogma setze.

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Marcus Knaup, Tobias Müller, Patrick Spät (Hg.). Post-Physikalismus (2011)

Eine ausführliche und kompetente, von Joachim Schulz erstellte Rezension des Buches "Post-Physikalismus"  findet sich in den Sci-Logs (externer Link).

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Maxwell Bennett: Die philosophischen Grundlagen der Neurowissenschaften (2010)

Maxwell Bennett und Peter Hacker verfassten gemeinsam ein unglaublich umfangreiches und detailliertes Buch zu den Neurowissenschaften, in dem sie bislang wenig reflektierte Begriffe der Neurowissenschaften zu analysieren versuchten. Dieses Buch wurde kontrovers diskutiert und kurze Zeit später ist ein weiteres Buch erschienen, welches diese Debatte zum Inhalt hatte. Bennett und Hacker bringen in diesem neuen Buch ihre Thesen auf den Punkt, es kommen aber auch Kritiker wie Daniel Dennett und John R. Searle zur Sprache. Diese Rezension beruht auf diesem "Debattenbuch" (Neurowissenschaft und Philosophie: Gehirn, Geist und Sprache), das seinerseits auf dem Werk "Die philosophischen Grundlagen der Neurowissenschaften" basiert.

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Alva Noë: Du bist nicht dein Gehirn (2010)

Alva Noë ist Philosophieprofessor in Berkeley, der sich aus philosophischer Perspektive mit der Frage nach der Entstehung von Bewusstsein beschäftigt. Er ist der Ansicht, dass dem Gehirn zwar schon eine tragende Rolle für Bewusstsein zukomme (S. 208), dass Bewusstsein aber nicht im Gehirn entstehe (S. 19), sondern es letztendlich "wir" seien, die Bewusstsein aktiv "performten", "leisteten" oder "erschüfen". Nicht das Gehirn sei elementar, sondern das ganze Lebewesen als Träger der bewussten Eigenschaften (S. 58), das mit der Welt interagiere. "Gehirne denken nicht, denn sie haben keinen Geist, Mensch und Tier hingegen schon. Wenn wir den Beitrag des Gehirns zu geistigen Vorgängen verstehen wollen, müssen wir uns ein für alle Mal von der Vorstellung trennen, dass unser Geist in unserem Inneren und durch innere Vorgänge erzeugt wird." (S. 194).

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