"Den Kern der Kopenhagener Interpretation bildet folgende phänomenalistische These: "Der physikalische Gegenstand hat keine vom erkennenden Subjekt oder Beobachter unabhängige Existenz. Es existiert nur eine geschlossene Einheit, die sich - auf geheimnisvolle Weise - aus dem Beobacher, seinen Beobachtungsmitteln und dem Gegenstand der Beobachtung zusammensetzt. Die Unterscheidung zwischen den drei Komponenten dieses Systems ist nicht eindeutig und objektiv, sondern es bleibt dem Gutdünken des erkennenden Subjekts überlassen, das Objekt in den Apparat einzugliedern oder diesen als Verlängerung seiner selbst zu betrachten. Daher muss sich jede Behauptung über ein Mikroobjekt auch auf die Art seiner Beobachtung beziehen. Und jede Formel der Quantenmechanik erfüllt diese Bedingungen, d.h., sie bezieht sich auf eine experimentelle Situation.""

Bunge 2004, S. 132f.

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