Philosophie

Huhn oder Ei? Die Lösung lautet: Das Nichthuhn war zuerst!

Wilhelm Busch

Dies ist ein Artikel aus der Reihe "Reyman"

Das Henne-Ei (respektive Huhn-Ei) Problem gilt weitherum als unlösbares Rätsel: was war denn nun zuerst: Huhn oder Ei? Unlösbar ist das Rätsel allerdings nur, wenn man ihm ein falsches, kreationistisch angehauchtes Weltbild zugrundelegt. Aus evolutionärer Sicht ist die Frage sinnlos, da natürlich weder Henne/Huhn noch Ei zuerst waren - sondern am Anfang war natürlich das Nichthuhn, wie Reyman genauer erörtert. 

 

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El sueño de la razón produce monstruos

Francesco de Goya schuf im Rahmen seiner Reihe "Caprichos" das faszinierende Bild "el sueño de la razon produce monstruos". Spannend am Bild, respektive dem das Bild beschreibenden Text ist die Doppeldeutigkeit: einerseits gebiert der Schlaf der Vernunft Monster - "sueño" kann aber auch übersetzt werden mit Traum: auch der Traum der Vernunft kann also Monster gebären.

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Ist der Mensch willensfrei?

Ohne Willensfreiheit sind viele unserer Vorstellungen rund um die Verantwortlichkeit von Menschen falsch. Es erscheint regelrecht absurd, Menschen für ihre Entscheidungen und Handlungen verantwortlich zu machen, obwohl sie sich gar nicht anders hätten entscheiden können, obwohl sie nicht willensfrei gewesen sind. Da in einem Determinismus alles, was geschieht bereits zum Anbeginn der Zeiten festgestanden hat, kann Willensfreiheit in diesem Sinn nicht mit einem Determinismus vereinbar sein. Da Willensfreiheit aber offensichtlich existiert und notwendige Voraussetzung für Verantwortlichkeit ist, müssen Willensfreiheit und Indeterminismus vereinbar sein. Dies ist allerdings eine Täuschung. Denn während verschiedene Formen von Freiheit mit einem Determinismus vereinbar sind, ist in einem Indeterminismus jede Form von Freiheit unmöglich.
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Willensfreiheit: Determinismus oder Indeterminismus

In der nicht-wissenschaftlichen (und teilweise auch in der wissenschaftlichen) Vorstellung soll zwar die Vergangenheit "determiniert" im Sinne von unveränderbar, die Zukunft jedoch indeterminiert im Sinne von unbestimmt sein. Während es unmöglich ist, die Vergangenheit zu ändern, soll es für den Menschen möglich sein aus verschiedenen "Zukünften" (ein Begriff, der spannenderweise nicht existiert!) jene auszuwählen, die er auswählen will. Der Mensch soll also bestimmen können, welche von verschiedenen möglichen "Zukünften" Realität wird und welche verworfen werden. Hat er eine Zukunft ausgewählt und ist diese Gegenwart und Vergangenheit geworden, gibt es jedoch nur noch jene Möglichkeit, die durch den Menschen Realität geworden ist. Die gegenwärtige menschliche Entscheidung soll also aus einer offenen Zukunft eine geschlossene Vergangenheit machen, die Zukunft soll im Gegensatz zur Vergangenheit nicht determiniert, sondern durch den Menschen kreativ gestaltbar sein.

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Willensfreiheit und Wahrscheinlichkeit

Ein Determinismus wird von den meisten Menschen intuitiv deshalb abgelehnt, da er keinen Platz für Freiheit zu lassen scheint. Ein regelmässiger Indeterminismus, der auf Wahrscheinlichkeiten basiert, macht die Sache aber nicht besser.

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Sind freier Wille und Determinismus kompatibel?

Beachten Sie auch die alternativen und kompakteren Beiträge zur Willensfreiheit

1. Einleitung

Eine der ältesten Debatten in der Philosophie befasst sich mit der Frage nach der Willensfreiheit des Menschen – was den Laien erstaunen mag, der überzeugt ist, dass (fast) jeder Mensch über die Freiheit seines Willens verfügt. Die Intuition, dass wir Menschen zumindest gewisse Entscheidungen aus eigenem freien Willen fällen und deshalb für diese Entscheidungen verantwortlich gemacht werden können, scheint eine der universellsten Grundüberzeugungen (fast) jedes Menschen zu sein.

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Neueste Kommentare

  • Gast - Zarathustra

    Gratuliere! Habe im gesamten Cyberspace bisher keine besseren Schriften zu diesem Themenkomplex (Determismus/Willensfreiheit) gefunden. Hier finde ich exakt die gleichen Argumente, die mir bei diesem Thema in Diskussionen immer einfallen. Das mit den fiktiven, verschiedenen Zukünften gefällt mir bes...
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Was ist das Leib-Seele Problem?

Beim Leib-Seele Problem geht es vor allem um zwei Problemkreise: zum einen um die Frage, wie sich Leib und Seele unterscheiden und zum anderen, wie Leib und Seele verbunden sind. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das Leib-Seele Problem insofern gelöst, als die Existenz einer Seele als unmöglich und auch als unnötig betrachtet wird (»Leib-Seele Dualismus). Das Problem hat sich deshalb in Richtung des sogenannten "mind-body-problem" verlagert, in Richtung des "Körper-Geist Problems": wie unterscheidet sich der "Geist", insbesondere phänomenales, qualitatives Bewusstsein vom materiellen Körper und wie sind Körper und Geist verbunden? Dieses "Körper-Geist Problem" wird in den nachfolgenden Artikeln genauer betrachtet, für einen Überblick zum Leib-Seele Problem sei auf den Wikipedia Artikel "»Philosophie des Geistes" verwiesen.

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Was ist das Körper-Geist (mind-body) Problem?

Mithilfe der naturwissenschaftlich operierenden Hirnforschung lässt sich inzwischen sehr vieles rund um das Verhältnis von Körper, Geist und Bewusstsein erklären. Es gibt aber noch nicht einmal einen Anhaltspunkt, wie man die Existenz des phänomenalen, "gefühlten" Bewusstseins rein naturwissenschaftlich erklären können sollte. Bewusstsein scheint von gänzlich anderer Art zu sein als alle physikalisch untersuchbaren materiellen "Gegenstände" (von Kutschera: Bewusstsein nicht im Gehirn). Doch kann es wirklich sein, dass Bewusstsein etwas "Übernatürliches" ist, dessen Verständnis den Naturwissenschaften grundsätzlich verborgen bleiben wird?

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Löst der Materialismus das Körper-Geist (mind-body) Problem?

Für die materialistischen Naturwissenschaften sind Geist und Bewusstsein natürliche Eigenschaften, welche sich evolutionär aus der materiellen, körperlichen Welt heraus entwickelt haben (Bayertz: Materialismus und Naturalismus). Das Körper-Geist Problem besteht für Materialisten deshalb vor allem darin, wie Körper und Geist miteinander verbunden sind. Eine besondere Herausforderung sind dabei die sogenannten "Qualia". Darunter versteht man die subjektiven, erlebten, qualitativen Aspekte von Bewusstsein, also das "wie es sich anfühlt" beispielsweise Schmerz oder die Farbe rot zu empfinden. Diese scheinen offensichtlich nicht materiell zu sein, weshalb der Materialismus von Anbeginn auf wackligen Füssen zu stehen scheint (»Was ist das Körper-Geist (mind-body) Problem?).

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Leib-Seele Dualismus

Der Leib-Seele Dualismus oder auch "interaktionistische Substanzdualismus" hat seine Wurzeln wohl im antiken Griechenland, wird heute aber vor allem auf René Descartes (1596-1650) zurückgeführt. Die Kernthese des Leib-Seele Dualismus lautet wie folgt:

Annahme 1: Es gibt eine unbezweifelbare, nicht materielle und nicht ausgedehnte „denkende Substanz“ (res cogitans), die oft auch als Seele bezeichnet wird. Diese Seele umfasst kurz gesagt Geist und Bewusstsein und gehorcht nicht zwingend den Naturgesetzen.

Annahme 2: Es gibt eine unabhängig von dieser Seele existierende ausgedehnte und materielle Substanz (die „Welt“), zu der auch der menschliche Körper oder Leib gehört. Diese Welt gehorcht den Naturgesetzen.

Annahme 3: Leib und Seele gehören zwei grundsätzlich verschiedenen „Substanzen“ an, die aber kausal interagieren können. Descartes ging davon aus, dass diese Interaktion in der Zirbeldrüse stattfindet.

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Warum es die Welt doch gibt

In der Philosophie wird gerne die Vorstellung abgelehnt, dass es die Aussenwelt gibt. 2013 hat Markus Gabriel ein Buch mit dem Titel "Warum es die Welt nicht gibt" veröffentlicht - wobei der Titel sich auf die Welt als Ganzes bezieht. Gleichwohl lässt sich mithilfe dieses Buches leicht zeigen, wo die Fehler liegen, wenn man die Existenz der Welt ablehnt und lässt sich damit zeigen, warum es die Welt eben doch gibt. Lesen Sie mehr in der »Buchrezension.

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Gibt es eine vom Menschen unabhängige Welt?

Insbesondere in der Philosophie wird die Existenz einer vom Menschen unabhängigen Welt gerne grundsätzlich in Frage gestellt. Doch auch wenn diese Philosophen gute Gründe für ihre Haltung haben, setzen die Naturwissenschaft - wie auch der gesunde Menschenverstand - die Existenz einer bewusstseinsunabhängigen Realität voraus (Philosophische Grundlagen der Naturwissenschaften). Wie und warum kommen also diese Philosophen auf ihre gelinde gesagt erstaunliche Vorstellung und wie lässt sich ein Realismus sinnvoll begründen?

(vgl. auch: »Warum es die Welt doch gibt)

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Panpsychismus

Der Panpsychismus ist ein "exotischer" Lösungsvorschlag für das Körper-Geist Problem. Für diesen Aussenseiterstatus gibt es gute Gründe, auch wenn der Panpsychismus auf den ersten Blick überzeugend zu sein scheint, wie Patrick Spät in seiner Dissertation mit dem Titel "»PANPSYCHISMUS EIN LÖSUNGSVORSCHLAG ZUM LEIB-SEELE-PROBLEM" zeigt. Die Dissertation war am 2.2.2014 im Internet abrufbar.

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David Chalmers Zombie-Argument gegen den Physikalismus

Angeblich eines der wichtigsten Argumente gegen den Physikalismus/Naturalismus/Materialismus (vgl. Was ist das Körper-Geist Problem?) ist das Zombie-Argument von David Chalmers (Lenzen: Zombie-Problem als zentrales Problem). Es findet sich sogar im Buch "Die 100 wichtigsten philosophischen Argumente" (Bruce 2012, S. 328-330). Wie sich aber leicht zeigen lässt, ist das Argument auf triviale Art und Weise falsch. Auf der englischsprachigen Seite von Wikipedia wird das Argument wie folgt zusammengefasst (Übersetzung durch MR, Original hier):

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Warum das Münchhausen-Trilemma nicht unlösbar ist

Für eine ausführliche Erklärung, worum es beim Münchhausen-Trilemma geht vgl. »Wikipedia-Artikel; »Artikel von Michael Schmidt-Salomon

Das sogenannte Münchhausen-Trilemma besagt, dass jede Aussage und somit jedes gesicherte Wissen streng genommen unmöglich sei, da

  • es 1. unmöglich sei, die Wahrheit oder Erkenntnis letztgültig zu begründen (jede Begründung erfordert ihrerseits eine Begründung, welche wiederum begründet werden muss, was bis in die Unendlichkeit weitergespielt werden kann)
  • eine Begründung, die zu einem Ende komme entweder 2. zirkulär sei (das Begründete wird irgendwann wieder selbst zur Begründung)
  • oder 3. eine Begründung, die zu einem Ende komme dogmatisch und damit unbegründet sei.

Da Wissen aber begründeter wahrer Glaube sei (Definition von Platon), könne es kein Wissen geben.

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Neueste Kommentare

  • Gast - Gregor

    Danke vielmals für diesen wichtigen Beitrag. Ich sah im Münchhausen-Trilemma eine offene Flanke (oder "Bermuda-Dreieck" - Manfred Hättich, 1991) in der Wissenschaft, die den kritischen Rationalismus dank konstruktivistischer bzw. postmoderner Einwürfe weiterhin ins Wanken brachte. Als angehender Pol...
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Die Esoterik der Kopenhagener Deutung

Viele Esoteriker sehen sich durch "die" Quantentheorie bestätigt, da diese viele "uralte" Postulate der Esoterik bestätigt habe. Dies ist natürlich keineswegs so. Erklären lässt sich der Missbrauch der Quantenphysik durch die Esoterik allerdings leicht dadurch, dass die Quantenphysik zwar funktioniert, aber noch keineswegs verstanden ist: über die Deutung oder Interpretation der quantenmechanischen Befunde herrscht weiterhin Unklarheit. Es gibt ganz verschiedene Interpretationen (vgl. Wikipedia) mit denen sich Experimente und Berechnungen im Bereich der Quantenphänomene erklären lassen. Doch keine der heute bekannten Interpretationen kann wirklich überzeugen. Problematisch ist allerdings, dass Quantenphysik allzuoft gleichgesetzt wird mit der bekanntesten Interpretation, der so genannten "Kopenhagener Deutung". Denn diese zeichnet sich durch ein besonderes Mass an "Esoterik" aus: sie leugnet beispielsweise die Existenz einer vom Bewusstsein losgelösten Welt und geht von der realen Existenz von Widersprüchen sowie von "Wundern" aus. Gemäss der Kopenhagener Deutung gelten im Bereich der Quantenphänomene Gesetze, die grundsätzlich nicht vereinbar sind mit den Gesetzen der "klassischen Physik" (Messproblem) und diese Gesetze entsprechen erstaunlich exakt den Gesetzen der Esoterik. Bedeutet dies nun, dass die Esoterik eben "doch recht hat" - oder dass die Kopenhagener Deutung falsch ist?

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Widersprüche in der Quantenmechanik?

„Der Widerspruch ist für Niels Bohr kein ungelöstes Rätsel, er ist ein Teil der Realität. Wir können uns aussuchen, welchen der beiden Aspekte wir beobachten wollen, doch nur wenn wir uns der widersprüchlichen abgewandten Seite bewusst sind, kommen wir der Qualität einer tiefen Wahrheit nahe.“ (Knapp 2011. S. 135)

Die studierte Religionsphilosophin Natalie Knapp, von der diese Worte stammen, gilt nicht als exotische Esoterikerin, sondern ihr Buch „Der Quantensprung des Denkens“ wird meist in der Abteilung Wissenschaftstheorie gelistet. Niels Bohr ist zudem einer der Gründerväter der Quantenmechanik und ihrer »Kopenhagener Deutung, welche zumindest in manchen Versionen die reale Existenz von Widersprüchen behauptet. Über die Kopenhagener Deutung schreibt der Physiknobelpreisträger Robert Betts Laughlin allerdings: "So war die Tatsache, daß die Kopenhagener Deutung überhaupt keinen Sinn ergab, ihre eigentliche Stärke…“ (Gumbrecht 2008, S. 52) Der Physiknobelpreisträger Murray Gell-Mann sagte zudem in einer Rede: "Niels Bohr unterzog eine ganze Generation von Physikern einer Gehirnwäsche, indem er sie glauben machte, das Problem [der Auslegung der Quantenmechanik] sei bereits vor fünfzig Jahren gelöst worden." (Gumbrecht 2008, S. 55)

Es stellt sich also die Frage, ob die „reale Existenz von Widersprüchen“ tatsächlich zu einer tieferen Wahrheit führt - oder schlicht zu Nonsense.

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Quantenphysik und Esoterik

Quantenphysik ist in der Esoterik ein grosses Thema. Denn viele Esoteriker sind der Überzeugung, dass sich mit Quantenphysik viele esoterische Phänomene erklären liessen, die auf "natürliche" Art und Weise unerklärbar sind. Dies ist definitiv nicht der Fall, es fällt allerdings auf, dass manche Deutungen der Quantenphysik selbst erstaunlich esoterisch tönen. So nehmen beispielsweise manche Deutungen an, dass im Bereich der Quantenphänomene Widersprüche real existieren (Schrödingers Katze; Knapp: Widersprüche als Teil der Realität). Oder dass die (materielle) Welt nicht unabhängig von immateriellem Bewusstsein existiere (Bunge: Kopenhagener Deutung), die materielle Welt also abhängig sei von einem immateriellen "Beobachter". Ebenfalls sehr esoterisch tönt der Gedanke, dass Quantenphänomene im Gegensatz zur restlichen Naturwissenschaft teilweise indeterministischen, teilweise deterministischen Gesetzen gehorchen sollen, dass sie quasi "willensfrei" seien. Dies ist eine dualistische Vorstellung, die ansonsten in den Naturwissenschaften strikt abgelehnt wird und führt zum wohl grundsätzlich unlösbaren Messproblem. An den Ergebnissen der Quantenphysik gibt es keine ernsthaften Zweifel. Aber es existieren unterschiedliche Deutungen dieser Ergebnisse, von denen manchen esoterischer zu sein scheinen als andere. Wie lässt sich dies bewerten?

 

   
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Letzte Ausfahrt Quantenmechanik?

„Sind Wissenschaft und Religion wirklich so unvereinbar? Oder kann man mithilfe der Quantenphysik nachweisen, dass sie zusammengehören - als zwei Erfahrungsweisen des modernen Menschen, die einander ergänzen?“ [1]

Was der Trend- und Zukunftsforscher Mathias Horx 2007 im P.M. Magazin geschrieben hat spiegelt die Hoffnung vieler Menschen auf eine Verschmelzung von Wissenschaft und Glauben. Ermutigt werden sie dabei dadurch, dass Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts mit der Quantenphysik oder besser Quantenmechanik eine naturwissenschaftliche Theorie entwickelt wurde, die in vielerlei Hinsicht nicht kompatibel ist mit der klassischen Wissenschaft, dafür aber möglicherweise mit religiösen und parawissenschaftlichen Ideen. Doch ist die Quantenmechanik wirklich die wohl letzte Ausfahrt aus dem klassisch-wissenschaftlichen Denken oder lässt sich diese Strasse nicht mehr ernsthaft verlassen?

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Determinismus oder Indeterminismus

2008 wurde eine an Studenten durchgeführte Studie veröffentlicht, die zeigte, dass rund 90 Prozent (allerdings nur von 41) Befragten der Ansicht waren, dass wir in einem indeterministischen Universum lebten und in einem deterministischen Universum Personen nicht moralisch verantwortlich für ihre Taten wären. Unabhängig davon, ob diese Zahlen genau stimmen, scheinen sie eine eindeutige Tendenz zu zeigen: eine grosse Mehrzahl der Bevölkerung ist der Ansicht, dass nicht schon vor ihrer eigenen Geburt exakt feststand, wie ihr Leben aussehen wird, weshalb sie einem indeterministischen Weltbild anhängen.

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Wahrscheinlichkeit: Worum es geht

Die Frage nach Wahrscheinlichkeit ist vor allem deshalb von grosser Bedeutung, da sie eine Entscheidungsgrundlage sein könnte, um zwischen Determinismus und Indeterminismus zu entscheiden (»Determinismus oder Indeterminismus). Lässt sich die Wahrscheinlichkeit der Quantenmechanik nur indeterministisch deuten, wie viele Physiker glauben, ist ein Determinismus widerlegt.

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Wahrscheinlichkeit: Argumentarium

Gerne wird behauptet, dass Wahrscheinlichkeiten, wie sie in der Quantenphysik vorkommen zeigten, dass die Welt (zumindest teilweise) indeterministisch sei. Dagegen gibt es allerdings verschiedene grundlegende Vorbehalte:

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Kausalität

Unter Kausalität versteht man Ursache-Wirkung Verbindungen. Zünde ich ein Kerze an und ist diese zehn Stunden später niedergebrannt, gibt es eine Verbindung zwischen diesen zwei Ereignissen oder Situationen: das Anzünden war die Ursache dafür, dass die Kerze jetzt niedergebrannt ist. Die Kerze hat sich aber nicht unmittelbar aufgelöst, sondern die Ursache hat über beispielsweise zehn Stunden zur Wirkung geführt, dass die Kerze nun ein Kerzenstummel ist. Zwischen der Ursache und der Wirkung besteht also eine Verbindung aus Ursachen und Wirkungen über die Zeit hinweg, die man auch als Kausalketten bezeichnet. 

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