"Dann aber stellt sich die Frage: Wie kann ein rein geistiges Phänomen körperliche Bewegungen, die für das Briefeschreiben erforderlich sind, verursachen? Hier spekulierte Eccles, dass der reine Geist quantenmechanische Prozesse im Gehirn beeinflussen kann, so dass dann die notwendigen Hirnaktivierungen in Gang gesetzt werden können. Der rein geistige Wille steuere über die Beeinflussung sogenannter Wahrscheinlichkeitsfelder die Transmitterausschüttung an Synapsen, insbesondere im supplementär-motorischen Areal, und darüber indirekt unsere Handlungen...

Diese Überlegungen sind aber nicht mehr als Spekulationen geblieben, denn es gibt kein Prinzip, das es ermöglicht, eine Wirkung von rein geistigen Prozessen irgendwie näher zu bestimmen, warum sie so und nicht anders wirken bzw. wie sie überhaupt quantenmechanische Wirkungen erzeugen könnten. Da ist es viel überzeugender anzunehmen, dass auch ein Wille schon neuronal in einem Menschen realisiert ist und nur so kausal wirksam werden kann."

Newen 2013, S. 18f.

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