"Sie sehen hier: Der Hirnforschung würde eine wissenschaftsphilosophische Reflexion ihrer Methoden und Begriffe nicht schaden. Und Sie sehen auch: Die Erkenntnisse der Hirnforscher können heuristisch äußerst nützlich sein, etwa im Hinblick auf medizinische Therapien, ohne dass sie gleich unser gesamtes Menschenbild über den Haufen werfen müssen. Bitte deuten Sie also Einsichten wie die Bündel-Theorie des Selbst zunächst nur instrumentalistisch, aber nicht gleich realistisch! Halten Sie sie für ein gutes Instrument, um bestimmte Krankheitsbilder zu diagnostizieren und zu behandeln, aber halten Sie sie nicht für eine wahre Theorie des menschlichen Selbstbewusstseins. Und lassen Sie sich schon gar nicht einreden, Ihr Selbst sei eine Fata Morgana Ihres Gehirns."

Falkenburg 2012, S. 392.

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