Zum Inhalt springen

Zitate Philosophie

CORDING: KREATIVITÄT

    Ein weiteres Feld, auf dem wir personale Freiheit erleben, ist die Vielfalt unserer Handlungsoptionen und insbesondere unsere Fähigkeit, nicht nur zwischen uns vorgegebenen Entscheidungsalternativen auswählen, sondern diesen kreativ neue Alternativen hinzufügen zu können. Wenn etwa die Speisekarte eines Restaurants unseren Wünschen nicht entspricht, können wir das Restaurant auch wieder verlassen oder versuchen, den Koch dazu zu bewegen, uns eine Speisenfolge nach unseren Wünschen zusammenzustellen. Wir… Weiterlesen »CORDING: KREATIVITÄT

    CORDING: ERLERNTE WILLENSFREIHEIT

      „Danach muss personale Freiheit in einem vielfach rückgekoppelten biographischen Erfahrungs- und Lernprozess individuell erst erworben werden und kann durch Krankheit vorübergehend oder dauernd wieder verloren gehen. Willens- bzw. Entscheidungsfreiheit haben wir in dem Maße, wie unsere Entscheidungen durch personale Determinanten (mit-) geprägt werden, d.h. durch biographisch erworbene Lernerfahrungen, durch selbstkritisch-reflektierend gewonnene Einsichten und durch gedankliches Probehandeln anhand symbolisch repräsentierter Weltmodelle; dabei ermöglicht die mentale Antizipation… Weiterlesen »CORDING: ERLERNTE WILLENSFREIHEIT

      CHURCHLAND: NEURONEN UND BEWUSSTSEIN

        „Wir wissen, daß es, wenn große Mengen von Neuronen absterben, wie bei der Alzheimer-Krankheit, zu Gedächtnisdefiziten kommt, die Kognition ist beeinträchtigt, die Persönlichkeit verändert sich, das Bewußtsein dafür, was andere denken und fühlen, nimmt ab und ebenso das Bewußtsein für Zeit und Raum. Ich betrachte das als ein Verblassen vieler Aspekte des Selbst und seiner Fähigkeiten, und man bekommt dabei zwangsläufig das Gefühl, daß die… Weiterlesen »CHURCHLAND: NEURONEN UND BEWUSSTSEIN

        BUNGE: UNMÖGLICHKEIT DES DUALISMUS

          „Die erste Schwachstelle des Dualismus ist seine Vagheit: Er sagt nicht, was der Geist ist, weil er keine Theorie des Geistes, ja nicht einmal eine Definition anbietet. Allenfalls wird gesagt, was der Geist nicht ist, nämlich nicht materiell, nicht räumlich, nicht lokalisierbar usw. … Aufgrund seiner völligen ontologischen Unklarheit gibt der Dualismus nicht nur keine Antwort auf die Frage, wie der Geist mit dem Gehirn… Weiterlesen »BUNGE: UNMÖGLICHKEIT DES DUALISMUS

          BUNGE: NATURALISMUS

            „Wir haben bislang vom ontologischen Naturalismus gesprochen. Auf dessen Grundlage werden jedoch häufig weitergehende Naturalismen formuliert und vertreten. Diese sind zwar mit dem ontologischen Naturalismus vereinbar, aber insofern von ihm unabhängig, als sie alle falsch sein könnten, ohne ihn zu widerlegen. Solche anderen Naturalismen wären unter anderem: Viele Philosophen (einschließlich uns selbst) halten einige oder alle diese Naturalismen für falsch (Wendel 1990; Bunge 1998). Lesen… Weiterlesen »BUNGE: NATURALISMUS

            Brüntrup: Über Physikalismus und Naturalismus

              „Der Begriff „Physikalismus“ wird in mehreren Bedeutungen gebraucht. Manchmal wird er mit dem Begriff „Naturalismus“ synonym verwendet. … Die Kernintuition des Naturalismus wird umgangssprachlich oft mit dem Gedanken umschrieben, dass es in der Welt „mit Rechten Dingen“ zugehen muss. … Gemäß einem engen Begriff des Physischen zählt man nur das darunter, was heute die gegenwärtige Physik beschreiben kann. … Es könnte auch sein, dass es… Weiterlesen »Brüntrup: Über Physikalismus und Naturalismus

              BRIEGEL: ZUFALL UND FREIHEIT

                Frage: Verwechseln Sie in Ihrem Modell nicht die Begriffe Zufall und Freiheit? Prof. Briegel: Die gespeicherten Erinnerungen sind in der Tat das Material, welches das künftige Verhalten des Agenten beeinflusst. Zufällige Variationen von Erinnerungen könnte man in der Tat als „sich nicht richtig erinnern“ bezeichnen. Solche fiktiven Erinnerungen können aber auch eine Vorlage liefern, „wie es auch hätte sein können“. Insofern liefern sie das Material für… Weiterlesen »BRIEGEL: ZUFALL UND FREIHEIT

                BORN: WILLENSFREIHEIT

                  Max Born zu Albert Einstein: „Der strikte Determinismus schien und scheint uns noch heute unvereinbar mit dem Glauben an Verantwortung und sittliche Freiheit.“ „Ich finde eine deterministische Welt ganz abscheulich.“ Einstein, Albert, Hedwig und Max Born. Briefwechsel 1919-1955. FaM 1982. S. 210, 212. Zit. in Koch 1994, S. 207, 208.

                  Boessmann: Unbewusstes als verborgene geheimnisvolle Macht

                    „Der Begriff des Unbewussten wird von vielen Laien und selbst von den meisten Therapeuten, die mit ihm arbeiten (zum Beispiel Psychoanalytiker, Tiefenpsychologen und Hypnotherapeuten), erstaunlich unreflektiert verwendet. Für sie steht „das Unbewusste“ für eine verborgene Macht, die unser Leben, Handeln und Erleben auf mehr oder weniger geheimnisvolle Weise steuert. Immer dann, wenn wir für das Verhalten von Menschen keine rationale Erklärung finden, sind wir geneigt,… Weiterlesen »Boessmann: Unbewusstes als verborgene geheimnisvolle Macht

                    BOESSMANN: ÜBER PANTOFFELTIERCHEN

                      „Doch nicht jedem Lebewesen, das Information verarbeitet und sich erfolgreich an seine Umwelt anpasst beziehungsweise die Umwelt an seine Bedürfnisse anpasst, würden wir deshalb schon Bewusstsein zubilligen. Denn schon Bakterien und Einzeller reagieren auf Umweltreize mit biologisch sinnvollem Verhalten. Pantoffeltierchen (Paramecien) beispielsweise besitzen Rezeptoren für Berührung, Temperatur, chemische Reize, Belichtung, Schwerkraft. Sie zeigen gerichtete Bewegungen ihrer Wimpern (Cilien), was ihnen unter anderem die Fortbewegung und… Weiterlesen »BOESSMANN: ÜBER PANTOFFELTIERCHEN

                      BOESSMANN: DER ANFANG DER EVOLUTION VON BEWUSSTSEIN

                        „Am Anfang der Evolution war nach Auffassung von Nicholas Humphrey die Reaktionsbereitschaft von Organismen auf Umgebungsreize auf die Grenzoberflächen dieser Organismen beschränkt. Die Reaktionsbereitschaft zeige sich zum Beispiel darin, dass sich eine Membran oder Haut zusammenzieht, verhärtet oder chemische Stoffe absondert. In diesen Reaktionen sieht Humphrey den primitivsten und ursprünglichsten evolutionären Vorläufer von Empfindungen und Wahrnehmungen. Am Anfang der Evolution wären Reizempfindlichkeit und Reaktionsbereitschaft noch… Weiterlesen »BOESSMANN: DER ANFANG DER EVOLUTION VON BEWUSSTSEIN

                        BERKELEY: IDEALISMUS

                          „VI. Einige Wahrheiten liegen so nahe und sind so einleuchtend, dass man nur die Augen des Geistes zu öffnen braucht, um sie zu erkennen. Zu diesen rechne ich die wichtige Wahrheit, daß der ganze himmlische Chor und die Fülle der irdischen Objekte, mit einem Wort alle die Dinge, die das große Weltgebäude ausmachen, keine Subsistenz ausserhalb des Geistes haben, dass ihr Sein ihr Percipiertwerden oder… Weiterlesen »BERKELEY: IDEALISMUS

                          BENNETT: GEHIRN-KÖRPER-DUALISMUS

                            „Die dritte Generation hielt an der cartesianischen Basisstruktur fest, bildete sie jedoch zu einem Gehirn-Körper-Dualismus um. Der Substanz-Dualismus wurde preisgegeben, doch der Struktur-Dualismus wurde beibehalten. Denn jetzt schreiben die Neurowissenschaftler dem Gehirn weitgehend die gleiche Reihe mentaler Prädikate zu, die Descartes vom Geist aussagt, und sie begreifen das Verhältnis zwischen Denken und Handeln sowie zwischen der Erfahrung und ihren Gegenständen ganz ähnlich wie Descartes, wobei… Weiterlesen »BENNETT: GEHIRN-KÖRPER-DUALISMUS

                            BENNETT / HACKER: PHANTOMSCHMERZEN

                              „Nach unserer Auffassung ist es möglich, Empfindungen wie Schmerz und Jucken einem Ort zuzuordnen. Der Ort eines Schmerzes ist dort, wo der Leidende hinzeigt – in dem Glied, das er verarztet, in dem Körperteil, von dem er sagt, er schmerze -, denn diese Verhaltensweisen liefern die Kriterien für den Ort der Schmerzen.“ S. 205 „Ein Schmerz ist keine Substanz. Wenn ich im Fuß Schmerzen habe,… Weiterlesen »BENNETT / HACKER: PHANTOMSCHMERZEN

                              Beckermann: Vernunft

                                „Überhaupt sollte man bei dem Substantiv „Vernunft“ Vorsicht walten lassen; denn grundlegend ist hier ganz offensichtlich das Adjektiv „vernünftig“. Wenn Vernunft überhaupt ein Vermögen ist, dann das Vermögen, vernünftig zu sein, sich im Denken und Handeln vernünftig zu verhalten. Wenn Vernunft überhaupt ein Vermögen ist, dann das Vermögen, sich im Denken und Handeln durch Gründe leiten zu lassen. Im Handeln ist der vernünftig, der tut,… Weiterlesen »Beckermann: Vernunft

                                BECKERMANN: ARGUMENTE GEGEN DUALISMUS

                                  „Probleme des interaktionistischen Dualismus (1) Eine Wirkung des Geistes auf das Gehirn lässt sich empirisch nicht nachweisen. (2) Auf die folgenden theoretischen Fragen gibt es keine nachvollziehbare Antwort: (a) Warum sind die Wirkungen des Geistes so minimal und nur auf bestimmte Bereiche des Gehirns beschränkt? (b) Wie ist ein Einwirken des Geistes auf den Körper mit den physikalischen Erhaltungssätzen vereinbar? (c) Warum bedarf der Geist… Weiterlesen »BECKERMANN: ARGUMENTE GEGEN DUALISMUS

                                  BAYERTZ: MATERIALISMUS UND NATURALISMUS

                                    „Als „materialistisch“ im weiten Sinne galt [im 19. Jahrhundert] jeder Versuch, die Welt als eine natürliche Einheit zu begreifen und bei ihrer Erklärung auf direkte Eingriffe Gottes, auf teleologische Argumente oder auf einen separaten Geist und eine unsterbliche Seele zu verzichten. In der weiten Verwendung des Begriffs verschmolzen Materialismus und Naturwissenschaft zu einem identischen Unternehmen“ Bayertz 2012, S. XVIII

                                    BAARS: BEWUSSTSEIN UND WILLENSFREIHEIT

                                      „Ich glaube, einer der Gründe, warum es vielen so schwerfällt, das Bewußtsein als wissenschaftlichen Gegenstand zu behandeln, ist, daß sie es unerträglich finden, daß wir keinen freien Willen haben, daß alles von diesen komischen kleinen Zellen abhängen soll, die in unserem Kopf herumfeuern und dergleichen mehr. Ich kann das gut nachvollziehen. So ein göttliches Wesen, eine platonische Verbindung mit dem Unendlichen, wäre schon eine wunderbare… Weiterlesen »BAARS: BEWUSSTSEIN UND WILLENSFREIHEIT

                                      Augustinus: unmöglicher Zweifel

                                        „Weil jedoch über die Natur des Geistes gehandelt wird, wollen wir aus unseren Überlegungen alle Kenntnisse ausscheiden, welche von aussen durch die Leibessinne gewonnen werden, und noch sorgfältiger unsere Aufmerksamkeit dem zuwenden, was, wie wir festgestellt haben, jeder Geist von sich selbst weiss und worüber er Sicherheit besitzt. Ob nämlich die Kraft zu leben, sich zu erinnern, einzusehen, zu wollen, zu denken, zu wissen, zu… Weiterlesen »Augustinus: unmöglicher Zweifel