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Zitate

Pasquarello: Nichtexistentes beweisen…

    „Das Trickprozedere ist Folgendes: Wenn man etwas hat, das ganz klar nicht existiert, von dem man sich aber wünscht, es existierte, und von dem man sagen möchte, es existiere, dann suche man sich etwas Reales, das ihm in einigen Aspekten ähnelt, und gebe ihm den Namen der nichtexistierenden Entität. Voilà! Man hat nun die Existenz von etwas Nichtexistentem bewiesen. Nehmen wir an, man möchte beweisen,… Weiterlesen »Pasquarello: Nichtexistentes beweisen…

    Bibel: Die Sintflut

      Lutherbibel 1912 (1. Mose 7, Genesis) 1Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. 2Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Männlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männlein und sein Weiblein. 3Desgleichen von den Vögeln… Weiterlesen »Bibel: Die Sintflut

      Metzinger: Der Sinn des Lebens

        „Das große Problem dabei ist eben die Person, die es versucht. Schon Wittgenstein hat bemerkt, daß von all den Menschen, denen der Sinn des Lebens klargeworden ist, keiner in der Lage war, zu sagen, worin er besteht, und in vielen Kulturen gibt es alte Weisheiten, Sprichwörter wie: „Wer weiß, redet nicht, und wer redet, weiß nicht“ und dergleichen.“ Thomas Metzinger in Blackmore 2012, S. 217.

        Binder: Prophezeiungen

          „Um die Prophezeiungen des Alten Testaments als erfüllt anzusehen, werden im Neuen Testament zwei Stammbäume von Jesus wiedergegeben, die sich auch noch unterscheiden. Sie sollen zeigen, dass Jesus über seinen Vater Joseph vom Hause David abstammt. zugleich wird behauptet, Joseph sei gar nicht sein Vater, Gott sei sein Vater, Jesus sei von Maria jungfräulich empfangen worden.“ Binder 2013, S. 43

          Beckermann: irreduzible Komplexität

            Behe sieht, dass evolutionäre Erklärungen auch komplexer Strukturen durchaus möglich sind. Aber in seinen Augen besteht ein prinzipieller Unterschied zwischen dem Auge und der Bakteriengeißel. Während bei der Entwicklung des Auges schon die Vorgängerstrukturen die Funktion des Sehens (mehr oder weniger gut) erfüllen, kann dies bei der Bakteriengeißel nicht der Fall sein. Augen sind eben nicht irreduzibel komplex; auch wenn das eine oder andere Teil… Weiterlesen »Beckermann: irreduzible Komplexität

            KOCH: WILLENSFREIHEIT DURCH QUANTENMECHANIK

              „Die einzige reale Möglichkeit für eine freie Wahl im Sinne des Libertarismus besteht für den Geist darin, ein quantenmechanisches Ereignis statt eines anderen zu realisieren, wie von der Schrödinger-Gleichung vorgegeben. Angenommen, zu einem bestimmten Zeitpunkt kommt es an einer bestimmten Synapse zu einer Superposition zweier quantenmechanischer Zustände. es gibt eine 15-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Synapse aktiv wird und ein chemisches Signal über den synaptischen Spalt… Weiterlesen »KOCH: WILLENSFREIHEIT DURCH QUANTENMECHANIK

              Kanitscheider: Einfluss von Emotionen auf Weltbilder

                „An vielen Stellen kann man verifizieren, dass die generelle Abwehr naturalistischer Entschlüsselung emotive Wurzeln hat. Manchen erscheint die Wissenschaft wegen ihrer Entzauberungsrolle (Max Weber) geradezu widerwärtig, und es werden die abenteuerlichsten Argumente zusammengekratzt, um irgendwo noch ein Refugium des Undurchdringbaren, Analyseresistenten zu retten. Die Situation zeigt einmal mehr, dass es die „reine Vernunft“, den von den Emotionen unkontaminierten Verstand nicht gibt, weshalb wir sicher auch… Weiterlesen »Kanitscheider: Einfluss von Emotionen auf Weltbilder

                KOCH: PHILOSOPHEN BRINGEN KEINE ANTWORTEN

                  „Aber als Wissenschaftler kann ich doch folgendes feststellen: Ich kann bis zu Platon oder Descartes zurückgehen, aber wir haben in den letzten 2300 Jahren keinerlei Fortschritte im Hinblick auf die philosophischen Aspekte des Bewußtseins gemacht. Die Philosophen haben sich in den letzten 2000 Jahren in so ziemlich jeder Frage unter der Sonne gründlich geirrt. Man sollte nie auf die Antworten der Philosophen hören, sondern auf… Weiterlesen »KOCH: PHILOSOPHEN BRINGEN KEINE ANTWORTEN

                  Kaku: entscheidungsunfähige Mäuse

                    „Das funktioniert auch bei Mäusen. Man platziere eine Elektrode vor einem Stück Käse. Kommt die Maus zu dicht heran, erhält sie einen Elektroschock. Eine Rückkopplungsschleife sagt ihr, sich fernzuhalten, um den Schock zu vermeiden. Durch entsprechende Justierung der Elektrode kann man die Maus zum „Pendeln“ bringen, hin- und herschwankend zwischen zwei widerstreitenden Rückkopplungsschleifen. Während ein Mensch in seinem Gehirn einen CEO als oberste Exekutive hat,… Weiterlesen »Kaku: entscheidungsunfähige Mäuse

                    KNAPP: WIDERSPRÜCHE ALS TEIL DER REALITÄT

                      „Der Widerspruch ist für Niels Bohr kein ungelöstes Rätsel, er ist ein Teil der Realität. Wir können uns aussuchen, welchen der beiden Aspekte wir beobachten wollen, doch nur wenn wir uns der widersprüchlichen abgewandten Seite bewusst sind, kommen wir der Qualität einer tiefen Wahrheit nahe. … Es geht nicht darum, die Widersprüche aufzuheben, sondern darum, sie als wesentlichen Teil der Realität anzuerkennen und die eigene… Weiterlesen »KNAPP: WIDERSPRÜCHE ALS TEIL DER REALITÄT

                      James: Freie Handlung

                        „Wenn eine freie Handlung eine vollständige Neuheit ist, die nicht in meinem Ich, meinem frühern Ich, ihren Ursprung hat, sondern aus dem Nichts entsteht, wie kann ich, mein früheres Ich, dafür verantwortlich gemacht werden? Wie kann ich dann einen dauernden Charakter bekommen, der lang genug derselbe bleibt, um Lob und Strafe als Entgelt zu verdienen? Die Perlenschnur meiner Lebenstage zerfällt in eine Menge unverbundener Kügelchen,… Weiterlesen »James: Freie Handlung

                        Knapp: Über Wahrheit

                          „Wenn richtig oder falsch lediglich Koordinaten innerhalb eines Weltbildes sind, was ist dann Wahrheit, und wie können wir sie erfassen?“ S. 134. „Wahrheit ist die Qualität einer Beziehung, die sich immer wieder neu entfaltet. Sie ist etwas, das im Augenblick geschieht. Wir können sie nicht festhalten. Wir erfahren Augenblicke der Wahrheit auf ganz verschiedene Weise: als Tiefe, als Stille, als Lebendigkeit oder auch als Funkeln.… Weiterlesen »Knapp: Über Wahrheit

                          HEINZE: UMFRAGE ZU DETERMINISMUS

                            „Nichols und Knobe (in press) etwa untersuchten, ob Studenten eher von einem indeterministischen oder deterministischen Universum ausgehen, welchen Einfluss die Annahme eines solchen auf ihre Einschätzung moralischer Verantwortlichkeit hat und welchen Einfluss Emotionen dabei haben. Die Autoren konnten zeigen, dass die meisten Studenten inkompatibilistische Intuitionen haben: Mehr als 90% der 41 Befragten waren der Ansicht, dass unser Universum vom indeterministischen Typus sei. Mit der abstrakten… Weiterlesen »HEINZE: UMFRAGE ZU DETERMINISMUS

                            Knapp: Kopenhagener Deutung und Philosophie

                              „Aus philosophischer Perspektive ist die Kopenhagener Deutung der Quantentheorie besonders einleuchtend. Die Kopenhagener Deutung versteht die immaterielle Welt der Möglichkeiten als Aspekt der Realität, der sich außerhalb von Raum und Zeit befindet. Diese immaterielle Realität wird nicht als Vorstufe zur materiellen Wirklichkeit betrachtet, sondern als wirksamer Teil davon. Die Unbestimmtheit ist ein Aspekt der Materie.“ Knapp 2011, S. 122.

                              HAMEROFF: SEELE ALS QUANTENPROZESS

                                „Wenn die Quantenkohärenz in den Mikrotubuli verlorengeht, wie beim Herzstillstand oder Tod, lösen sich die Quanteninformationen der Planck-Skala in unserem Kopf auf und fließen in die Planck-Skala des Universums als Ganzen. Die Quanteninformationen, die während unseres Lebens unseren bewußten und unterbewußten Geist ausmachten, lösen sich allerdings nicht vollständig auf, sondern hängen wegen der Quantenverschränkung zusammen. Weil die Überlagerung bestehen bleibt und keine Zustandsreduktion, kein Quantenkollaps… Weiterlesen »HAMEROFF: SEELE ALS QUANTENPROZESS

                                KLAUS: ZUFALL: HÄTTE ANDERS SEIN KÖNNEN

                                  „Ein Ereignis heißt zufällig, wenn es nicht mit Notwendigkeit aus einer gegebenen Gesamtheit von Bedingungen folgt, wenn es so, aber auch anders hätte sein können. Das bedeutet nicht, daß ein zufälliges Ereignis nicht kausal bedingt sei. Die universelle Gültigkeit des Kausalgesetzes erstreckt sich vielmehr auch auf zufällige Ereignisse; auch sie haben ihre Ursache.“ G. Klaus, M. Buhr (Hg.). Philosophisches Wörterbuch. Leipzig 1974. Zit in Koch… Weiterlesen »KLAUS: ZUFALL: HÄTTE ANDERS SEIN KÖNNEN

                                  Gabriel: Wir haben Zugang zu den Dingen an sich

                                    „Vielleicht stehen wir hier gearde an der Schwelle zu einem Paradigmenwechsel. Es gibt eine Gruppe von Philosophen vor allem in den USA, aber auch hier zu Lande, in Italien und Frankreich, die argumentieren, dass wir notwendig einen Zugang zu den Dingen an sich haben müssen. An die Kantthese in ihrer traditionellen Form glaubt eigentlich niemand mehr. Ich denke zum Beispiel, dass es Farben an sich… Weiterlesen »Gabriel: Wir haben Zugang zu den Dingen an sich

                                    KANT: KAUSALITÄT DURCH FREIHEIT

                                      „Wenn ich jetzt (zum Beispiel) völlig frei und ohne den notwendig bestimmenden Einfluss der Naturursachen von meinem Stuhle aufstehe, so fängt in dieser Begebenheit samt deren natürlichen Folgen ins Unendliche eine neue Reihe schlechthin an, obgleich der Zeit nach diese Begebenheit nur eine Fortsetzung der vorhergehenden Reihe ist. Denn diese Entschließung und Tat liegt gar nicht in der Abfolge bloßer Naturwirkungen und ist nicht eine… Weiterlesen »KANT: KAUSALITÄT DURCH FREIHEIT

                                      GABRIEL: KONSTRUKTIVISMUS

                                        „Wenn wir überhaupt etwas erkennen, erkennen wir Tatsachen. Diese Tatsachen sind häufig Tatsachen an sich, also Tatsachen, die auch ohne uns Bestand haben. Eine heute weitverbreitete Version des Konstruktivismus beruft sich auf die Hirnforschung. Man liest und hört manchmal, dass die bunte vierdimensionale Wirklichkeit, die wir wahrnehmen, ein Konstrukt oder eine Konstruktion unseres Gehirns sei. In Wahrheit gäbe es nur physische Teilchen oder irgendwelche „verrückten“… Weiterlesen »GABRIEL: KONSTRUKTIVISMUS

                                        Kant: Dass alle unsere Erkenntnis…

                                          „Daß alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel; denn wodurch sollte das Erkenntnisvermögen sonst zur Ausübung erweckt werden, geschähe es nicht durch Gegenstände, die unsere Sinne rühren und teils von selbst Vorstellungen bewirken, teils unsere Verstandestätigkeit in Bewegung bringen, diese zu vergleichen, sie zu verknüpfen oder zu trennen, und so den rohen Stoff sinnlicher Eindrücke zu einer Erkenntnis der Gegenstände… Weiterlesen »Kant: Dass alle unsere Erkenntnis…