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Zitate Wissenschaft

POPPER: FALSFIKATION STATT VERIFIKATION

    „Die traditionelle Frage war und ist noch immer: „Welches sind die besten Quellen unserer Erkenntnis, die verläßlichsten Quellen – Quellen, die uns nicht in die Irre führen werden und an die wir, wenn wir im Zweifel sind, als eine letzte Instanz appellieren können?“ Ich schlage vor, davon auszugehen, daß es solche idealen und unfehlbaren Quellen der Erkenntnis ebensowenig gibt wie ideale und unfehlbare Herrscher, und… Weiterlesen »POPPER: FALSFIKATION STATT VERIFIKATION

    KANITSCHEIDER: KANTIANISMUS ALS ANTAGONISMUS ZUM NATURALISMUS

      „Die Fusion von Naturalismus und der Idee der Evolution wurde schon vor 80 Jahren vollzogen, als Roy Sellars einen Entwurf vorlegte, der bedauerlicherweise nicht in dem Maße beachtet worden ist, wie er es verdient hätte. Sellars sieht im Platonismus, aber auch im Kantianismus, die Antagonisten einer rein natürlichen Weltverfassung. Platons Deutung der Erscheinungswelt als defiziente Ausprägung einer Ideenwelt, genauso wie Kants transzendentale Wendung zum phänomenalen… Weiterlesen »KANITSCHEIDER: KANTIANISMUS ALS ANTAGONISMUS ZUM NATURALISMUS

      HIRSCHHAUSEN: SKEPTISCH SEIN BEDEUTET ANSTRENGUNG

        „Skeptisch sein bedeutet Anstrengung – das Hirn muss sich selbst hemmen, um nicht wild draufloszuassoziieren. Die Frage ist also nicht, warum Menschen an Übersinnliches glauben. Sondern eher, warum manche den Prozess willentlich unterdrücken können. „Erworbene Rationalisierungskompetenz“ nennen Psychologen diese Fähigkeit. Sie erklärt auch, warum wir in Zuständen verminderter geistiger Zurechnungsfähigkeit der Welt da draußen mehr Geist zurechnen. Ob man nun verliebt ist, berauscht, dement oder… Weiterlesen »HIRSCHHAUSEN: SKEPTISCH SEIN BEDEUTET ANSTRENGUNG

        BUNGE: DENKBARKEIT

          „Die bloße Möglichkeit bzw. Denkbarkeit, dass etwas auch anders sein könnte, ist kein Grund, diese Alternativen ernst zu nehmen. So ist auch die Existenz von Zentauren logisch möglich, aber wir werden unsere Zeit nicht damit verschwenden, uns ohne gute Gründe mit dieser Denkmöglichkeit näher zu beschäftigen.“ Bunge 2004, S. 9.

          FINE: IRRATIONALES BEHARREN AUF IRRGLAUBEN

            „Ein weiteres Problem in Bezug auf unsere Vorstellungen (und dies ist Thema des nächsten Kapitels) ist die irrationale Beharrlichkeit, mit der wir auf ihnen beharren. Selbst der größte Irrglaube genießt in unverdientem Maße unseren Schutz vor Ablehnung und Widerlegung. Unsere Neigung, Belege für jede Hypothese zu suchen, der wir zufällig gerade anhängen, unsere Schwäche, passende Beweise einfach zu erfinden, und unser starrsinniges Festhalten an unserem… Weiterlesen »FINE: IRRATIONALES BEHARREN AUF IRRGLAUBEN

            KÜPPERS: BOHRS FEHLGLAUBE ÜBER REDUZIERBARKEIT VON LEBEN

              „Noch bis in die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Selbsterhaltung und Selbstreproduktion des Organismus für die Physiker so rätselhaft, dass Niels Bohr, der Mitbegründer der modernen Atomphysik, ernsthaft davon sprach, der lebende Organismus würde wohl einer Eigengesetzlichkeit genügen, die nicht mehr auf die Physik zu reduzieren sei. Erst die epochale Entdeckung des molekularen Mechanismus der Vererbung durch James Watson und Francis Crick bracht… Weiterlesen »KÜPPERS: BOHRS FEHLGLAUBE ÜBER REDUZIERBARKEIT VON LEBEN

              DENNETT: BOTTOM-UP STATT TOP-DOWN

                „Darwin hat mit seiner Feststellung, daß eine Bottom-up-Theorie der Kreativität möglich ist, für eine einschneidende Begründungsumkehrung gesorgt. … Dadurch wird eine Vorstellung umgekrempelt, die meiner Ansicht nach so alt ist wie unsere Gattung und die man als Top-down-Theorie der Kreativität bezeichnen könnte: daß etwas Großartiges nötig ist, um etwas weniger Großartiges zu schaffen. Der Töpfer macht Töpfe, man sieht nie einen Topf, der einen Töpfer,… Weiterlesen »DENNETT: BOTTOM-UP STATT TOP-DOWN

                MERÖ: LOGIK ERLAUBT KEINE AUSNAHME

                  „Wenn es in einem logischen System der Logik nur einen einzigen Widerspruch gibt, dann lässt sich in diesem System jede Aussage beweisen. Wenn wir also eine einzige beweisbare Aussage finden, deren Gegenteil auch beweisbar ist, können wir 2×2=4 ebenso beweisen wie 2×2=5 oder 2×2=6. Kurz: Ein System der Logik kann nicht nur ein wenig widersprüchlich sein.“ Merö 2002, S. 49.