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Zitate Philosophie

FALKENBURG: MENSCHLICHE GEDANKENKRÄFTE ALS NICHT PHYSISCHE URSACHEN

    „Unabhängig davon, ob es Wunder, göttliches Eingreifen, menschliche Gedankenkräfte oder was auch immer neben physischen Ursachen gibt oder auch nicht: Eine Welt mit Kausalitätslücken kann schwerlich als kausal geschlossen betrachtet werden. … Wie Sie es auch drehen und wenden: Entweder Sie geben den Determinismus auf und die These (K) der kausalen Geschlossenheit der Welt besagt nicht mehr viel. Oder Sie bezahlen einen hohen metaphysischen Preis.“… Weiterlesen »FALKENBURG: MENSCHLICHE GEDANKENKRÄFTE ALS NICHT PHYSISCHE URSACHEN

    FALKENBURG: LASSEN SIE SICH NICHT EINREDEN…

      „Sie sehen hier: Der Hirnforschung würde eine wissenschaftsphilosophische Reflexion ihrer Methoden und Begriffe nicht schaden. Und Sie sehen auch: Die Erkenntnisse der Hirnforscher können heuristisch äußerst nützlich sein, etwa im Hinblick auf medizinische Therapien, ohne dass sie gleich unser gesamtes Menschenbild über den Haufen werfen müssen. Bitte deuten Sie also Einsichten wie die Bündel-Theorie des Selbst zunächst nur instrumentalistisch, aber nicht gleich realistisch! Halten Sie… Weiterlesen »FALKENBURG: LASSEN SIE SICH NICHT EINREDEN…

      FALKENBURG: KAUSALPRINZIP

        „Das Kausalprinzip besagt: „Alle Ursachen natürlicher Phänomene sind wiederum natürlich.“ Es ist dafür geschneidert, allen metaphysischen Monstern in unseren Erklärungen den Garaus zu machen. Wissenschaftliche Erklärungen sind kausal: und kausale Erklärungen dienen dazu, Geister, Götter, Spuk und Wunder aus unserem Verständnis des Naturgeschehens zu verbannen. Das Kausalprinzip unbeschränkt zu verallgemeinern und dabei die Natur ausschließlich als physische Natur (unter Ausschluss der mentalen Phänomene) zu betrachten, führt zu (K) der… Weiterlesen »FALKENBURG: KAUSALPRINZIP

        FALKENBURG: KAUSALE VERBINDUNG HIRN-BEWUSSTSEIN

          „Was also erklärt uns die Hirnforschung, und was erklärt sie uns nicht? Sie erklärt uns viele neuronale Mechanismen, die das Gehirngeschehen steuern. Und sie liefert uns tiefe Einsichten in beidseitige kausale Beziehungen [!], die das Gehirn und das Bewusstsein miteinander verbinden. Diese kausalen Beziehungen sind aber viel schwächer als die neuronalen Deterministen uns glauben machen wollen. Sie bilden ein loses Bedingungsgefüge im Sinne des Empiristen… Weiterlesen »FALKENBURG: KAUSALE VERBINDUNG HIRN-BEWUSSTSEIN

          FALKENBURG: GEIST KEIN QUANTENEFFEKT

            „Die Entstehung des Geistes im Gehirn ist nun sicher kein Quanteneffekt. Neurone und ihre Vernetzungen sind relativ zu subatomaren Teilchen schon sehr groß, sie sollten sich also klassisch verhalten. … Aber wie sehr die Quanten unsere üblichen Vorstellungen der Welt auch auf den Kopf stellen – das heißt noch lange nicht, dass sie denken und fühlen könnten, oder dass ihre Verschränkungen und Korrelationen gar irgendwie… Weiterlesen »FALKENBURG: GEIST KEIN QUANTENEFFEKT

            FALKENBURG: GEHIRN KÖNNTE GEIST HERVORBRINGEN, KEIN DUALISMUS

              „Natürlich schließen diese Erklärungslücken nicht aus, dass das Gehirn den Geist hervorbringt. Es ist höchst unplausibel, dass die Evolutionsbiologie ausgerechnet in dem Punkt falsch sein sollte, der die letzte und größte narzisstische Kränkung der Menschheit nach Freud betrifft; zumal ja in Bezug auf die kognitiven Fähigkeiten und das Bewusstsein der Unterschied zwischen uns und den Tieren nur graduell ist – wir können Schimpansen, Katzen oder… Weiterlesen »FALKENBURG: GEHIRN KÖNNTE GEIST HERVORBRINGEN, KEIN DUALISMUS

              FALKENBURG: BEWUSSTSEIN NICHT QUANTENEFFEKT

                „Einzelne Elektronen haben keine Farbe; doch ihre Wechselwirkungen innerhalb des Atoms führen dazu, dass farbige Lichtquanten absorbiert oder ausgesendet werden. Allerdings gibt es hier die Lichtquanten als empirisch nachweisbare „Träger“ der Farbe, wie ephemer die Quanten des elektrodynamischen Felds auch immer sein mögen. Die Farbe entspricht der Energie, und die Energie ist eine Erhaltungsgröße, die in allen physikalischen Prozessen noch als eine Art „Substanz“ erhalten… Weiterlesen »FALKENBURG: BEWUSSTSEIN NICHT QUANTENEFFEKT

                EMPIRICUS: ÜBER DEN INDETERMINISMUS

                  „Moreover, if cause were nonexistent everything would have been produced by everything and at random. Horses, for instance might be born, perchance, of flies, and elephants of ants; and there would have been severe rains and snow in Egyptian Thebes, while the southern districts would have had no rain, unless there had been a cause which makes the southern parts stormy, the eastern dry. Also,… Weiterlesen »EMPIRICUS: ÜBER DEN INDETERMINISMUS

                  EINSTEIN: PHILOSOPHIE WIE HONIG

                    „Ist nicht die ganze Philosophie wie in Honig geschrieben? Es schaut wunderbar aus, wenn man es betrachtet, aber wenn man ein zweites Mal hinschaut, ist alles weg. Es bleibt ein Brei.“ Albert Einstein. 1920er.

                    EINSTEIN: ICH WEISS NICHT, WAS MIT WILLENSFREIHEIT GEMEINT IST

                      „Ich weiß ehrlich nicht, was die Leute meinen, wenn sie von der Freiheit des menschlichen Willens sprechen. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass ich irgend etwas will; aber was das mit Freiheit zu tun hat, kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich spüre, dass ich meine Pfeife anzünden will und tue das auch; aber wie kann ich das mit der Idee der Freiheit verbinden? Was… Weiterlesen »EINSTEIN: ICH WEISS NICHT, WAS MIT WILLENSFREIHEIT GEMEINT IST

                      EINSTEIN: ICH GLAUBE NICHT AN DIE FREIHEIT DES WILLENS

                        „Ich glaube nicht an die Freiheit des Willens. Schopenhauers Wort, der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will, begleitet mich in allen Lebenslagen und versöhnt mich mit den Handlungen der Menschen, auch wenn sie mir recht schmerzlich sind. Diese Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens, schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen als handelnde und urteilende… Weiterlesen »EINSTEIN: ICH GLAUBE NICHT AN DIE FREIHEIT DES WILLENS

                        ECKOLDT: MENTALE REGENWÜRMER

                          „Matthias Eckoldt: So weit würden Sie gehen? Ein Regenwurm mit mentalen Zuständen? Frank Rösler: Natürlich! Wobei es darauf ankommt, wie man „mental“ definiert. In dem Moment, wo sie etwas lernen, liegt all das „Kognitive“ vor, das sich in wesentlich differenzierterer Form auch bei den Primaten findet. Zielgerichtetes Verhalten impliziert Wahrnehmungen, Entscheidungen und Lernen, lauter Konstrukte der Kognition, ob bei der Ameise, der Biene oder beim… Weiterlesen »ECKOLDT: MENTALE REGENWÜRMER

                          EAGLEMAN: ENTSCHEIDUNGSUNFÄHIGE RATTEN

                            „Ein Experiment mit einer Ratte verdeutlicht dies: Wenn am Ende eines Ganges Futter und ein Stromstoß auf sie warten, dann bleibt sie in einem bestimmten Abstand stehen. Unschlüssig nähert sie sich, nur um wieder kehrtzumachen und sich schließlich mit neuem Mut heranzupirschen. Sie schwankt zwischen zwei Möglichkeiten und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll. Wenn Sie messen, mit welcher Kraft sich die Ratte dem… Weiterlesen »EAGLEMAN: ENTSCHEIDUNGSUNFÄHIGE RATTEN

                            DESCARTES: COGITO, E(R)GO SUM

                              „Nun hatte ich beobachtet, daß in dem Satz: „Ich denke, also bin ich.“ (frz. „Je pense, donc je suis“) überhaupt nur dies mir die Gewißheit gibt, die Wahrheit zu sagen, daß ich klar einsehe, daß man, um zu denken, sein muß.“.  http://de.wikipedia.org/wiki/Cogito_ergo_sum Das „also“ (französisch: donc; lateinisch: ergo) ist hier nicht ganz korrekt, wie später bemerkt wurde, da es sich um einen logischen Schluss handelt.… Weiterlesen »DESCARTES: COGITO, E(R)GO SUM

                              DENNETT: SPHEX

                                „Wenn die Zeit des Eierlegens gekommen ist, gräbt die Wespe Sphex zu diesem Zweck ein Erdloch und sucht sich eine Grille aus, sticht sie, so daß die Grille gelähmt, aber nicht tot ist. Sie schleppt die Grille in das Erdloch, legt ihre Eier an ihr entlang, macht das Erdloch zu, dann fliegt sie weg und kehrt nie wieder. Zur fälligen Zeit schlüpfen die Wespenlarven aus… Weiterlesen »DENNETT: SPHEX

                                DENNETT: AUFGABE DES GEHIRNS: ERWARTUNGEN ÜBER DIE ZUKUNFT

                                  „Um das zu verstehen, muß man sich vor Augen führen, wozu das Gehirn eigentlich da ist. Es ist dazu da, Erwartungen über die Zukunft zu generieren. Es ist dazu da – so kann man es sich am einfachsten vorstellen -, daß man sich duckt, wenn ein Ziegelstein angeflogen kommt.“ Daniel Dennett in Blackmore 2012, S. 129.

                                  DAMASIO: ÜBER EINZELLER

                                    „Wie sich herausstellt, zeigen auch Lebewesen ohne jedes Gehirn bis hinab zu den Einzellern scheinbar intelligente, zielgerichtete Verhaltensweisen.“ S. 44. „Pflanzen haben keine Neuronen, und ohne Neuronen gibt es keinen Geist. Bei unabhängigen Lebewesen, die kein Gehirn besaßen, entwickelte sich noch eine andere wichtige Eigenschaft: die Fähigkeit, Veränderungen der physiologischen Bedingungen innerhalb ihrer selbst und in ihrer Umgebung wahrzunehmen. Schon Bakterien reagieren sowohl auf das… Weiterlesen »DAMASIO: ÜBER EINZELLER

                                    DAMASIO: GEISTESZUSTAND

                                      „Bewusstsein ist ein Geisteszustand, zu dem ein Selbst-Prozess hinzukommt.“ S. 169. „Leider wird Bewusstsein auch häufig mit dem Geist gleichgesetzt, was nach meiner Auffassung ebenfalls ein falscher Wortgebrauch ist.“ S. 170. Damasio 2013, div. Seiten

                                      DAMASIO: GEIST UND QUANTENPHYSIK RÄTSELHAFT

                                        „Der bewusste Geist erscheint rätselhaft, und da die Quantenphysik bisher ebenfalls rätselhaft ist, besteht zwischen den beiden Rätseln vielleicht ein Zusammenhang.“ Damasio 2013, S. 26.

                                        DAMASIO: DER SELTSAME DIRIGENT

                                          „Das Bewusstsein erwächst letztlich nicht aus einer bestimmten Stelle im Gehirn, sondern es entsteht gleichzeitig als Produkt dieser vielen Regionen, ganz ähnlich wie die Aufführung einer Symphonie, die nicht auf die Tätigkeit eines einzelnen Musikers oder einer Musikergruppe im Orchester zurückgeht. Das Seltsamste an den oberen Ebenen der Bewusstseinsaufführung ist das offenkundige Fehlen eines Dirigenten vor Beginn der Vorstellung. Wenn sie dann aber läuft, ist der Dirigent… Weiterlesen »DAMASIO: DER SELTSAME DIRIGENT