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Zitate

NOË: BEWUSSTSEIN IST KEIN PHÄNOMEN DES HIRNS

    „Cricks Vorstellung, dass wir unser Gehirn sind – oder einfacher ausgedrückt, dass das Bewusstsein ein Phänomen des Gehirns ist, so wie die Verdauung ein Phänomen des Magens ist -, wirkt so abstrus wie die Vorstellung von einem Orchester, das von allein spielt.“

    NOË: BEWUSSTSEIN ENTSTEHT NICHT IM GEHIRN

      „Im Folgenden versuche ich aufzuzeigen, dass das Gehirn nicht der Ort in unserem Inneren ist, an dem sich das Bewusstsein ereignet, denn es ereignet sich nicht in unserem Inneren. Es geht nicht in unserem Inneren vor sich, sondern ist etwas, das wir aktiv durch unsere dynamische Interaktion mit unserer Umwelt entstehen lassen.“ Noë 2012, S. 40. „Das Bewusstsein entsteht nicht in unserem Gehirn, und der… Weiterlesen »NOË: BEWUSSTSEIN ENTSTEHT NICHT IM GEHIRN

      Noë: Bakterien haben Interessen

        „Die Bakterie bewegt sich nicht nur deshalb durch ihr Umfeld, weil die Anwesenheit von Zucker einen bakterienförmigen Atomhaufen dazu bringt, sich in Richtung der größten Zuckerkonzentration zu begeben. Das Zusammenspiel zwischen Bakterie und Umfeld funktioniert anders. Die Bakterie braucht Zucker zum Leben, hat sich an ihre Umgebung angepasst, und deshalb wird sie von der Zuckerkonzentration angezogen. Die Bakterie ist nicht nur ein Prozess, sondern ein Handlungsträger, wenn… Weiterlesen »Noë: Bakterien haben Interessen

        NOË: ALLES LEBEN HAT GEIST UND BEWUSSTSEIN

          „Wenn uns das gelingt – und nun kommen wir zu meiner entscheidenden Behauptung -, gestehen wir dem Organismus gleichzeitig einen (zumindest) primitiven Geist zu. Die Frage nach dem Geist ist die Frage nach dem Leben. Die Biologie rückt das Lebewesen ins Blickfeld, doch überall dort, wo sich Leben entdecken lässt, können wir auch einen Geist ausmachen. Meine Argumentation ist einfach. Wir können nicht beide Ansätze verfolgen.… Weiterlesen »NOË: ALLES LEBEN HAT GEIST UND BEWUSSTSEIN

          NIETZSCHE: NICHTIGKEIT DES MENSCHEN

            „In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der „Weltgeschichte“; aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mussten sterben. – So könnte jemand eine Fabel erfinden und würde doch nicht genügend illustriert haben,… Weiterlesen »NIETZSCHE: NICHTIGKEIT DES MENSCHEN

            NIDA-RÜMELIN: LEBENSGESCHICHTEN

              „Die traurigen Lebensgeschichten, die in Strafprozessen zur Entschuldigung des Angeklagten angeführt werden, sind nur dann relevant, wenn dieser Angeklagte aufgrund der damit einhergehenden psychischen Störungen nicht mehr voll zurechnungsfähig ist, wenn er nicht mehr imstande war, Gründe gegeneinander abzuwägen und sein Handeln daran auszurichten.“ Nida-Rümelin 2005, S. 32.

              NIDA-RÜMELIN: GEWISSHEIT ÜBER KÜNFTIGE ENTSCHEIDUNGEN

                „Subjektive Gewissheit bezüglich eigener zukünftiger Entscheidungen ist begrifflich ausgeschlossen. Das Ergebnis der Abwägung muss offen sein, damit überhaupt eine Entscheidung getroffen werden kann. Diese Feststellung ist logisch wahr.“ Nida-Rümelin 2005, S. 51.

                NEWEN: QUANTENMECHANISCHER DUALISMUS NACH ECCLES

                  „Dann aber stellt sich die Frage: Wie kann ein rein geistiges Phänomen körperliche Bewegungen, die für das Briefeschreiben erforderlich sind, verursachen? Hier spekulierte Eccles, dass der reine Geist quantenmechanische Prozesse im Gehirn beeinflussen kann, so dass dann die notwendigen Hirnaktivierungen in Gang gesetzt werden können. Der rein geistige Wille steuere über die Beeinflussung sogenannter Wahrscheinlichkeitsfelder die Transmitterausschüttung an Synapsen, insbesondere im supplementär-motorischen Areal, und darüber… Weiterlesen »NEWEN: QUANTENMECHANISCHER DUALISMUS NACH ECCLES

                  NAGEL: ÜBER GEIST UND BEWUSSTSEIN

                    „Solange das Mentale nicht auf das Physikalische zurückführbar ist, bleibt das Auftreten bewusster physischer Organismen durch eine naturalistische Darstellung des bekannten Typs unerklärt. Nach einem rein materialistischen Verständnis der Biologie hätte man das Bewusstsein als eine ungeheure und unerklärliche, ausscherende rohe Tatsache über die Welt zu betrachten.“ S. 70 Dem widerspricht bereits eine Stelle auf der darauffolgenden Seite: „Das Auftreten tierischen Bewusstseins ist offenkundig das… Weiterlesen »NAGEL: ÜBER GEIST UND BEWUSSTSEIN

                    METZINGER: SELBSTMODELL ALS VORTEIL IN DER EVOLUTION

                      „Unter den Organismen dieses Planeten hat über Millionen von Jahren ein ständiger, gnadenloser und grausamer Wettbewerb geherrscht, bei dem die Entwicklung von Dingen wie Gedächtnis, Denken oder bessere Wahrnehmung ebenso wichtig war wie bessere Beine, Lebern oder Herzen. Ich betrachte das menschliche Selbstmodell gern als neurocomputationale Waffe, als eine bestimmte Datenstruktur, die das Gehirn von Zeit zu Zeit aktivieren kann, etwa wenn man morgens beim… Weiterlesen »METZINGER: SELBSTMODELL ALS VORTEIL IN DER EVOLUTION

                      Meillassoux: Wie konnte es so weit kommen…

                        „Was ist geschehen, dass es so weit kommen konnte? Was ist seit Kant in der Philosophie geschehen, dass die Philosophen – und wie es scheint sie allein – unfähig geworden sind, die kopernikanische Revolution der Wissenschaft als eine wahre kopernikanische Revolution zu verstehen? … Warum ist die Philosophie, um die Wissenschaft zu denken, einem solchen transzendentalen Idealismus verfallen, anstatt sich, wie es nötig gewesen wäre,… Weiterlesen »Meillassoux: Wie konnte es so weit kommen…

                        MEILLASSOUX: IDEALISMUS IST NONSENS…

                          „Warum ist diese Interpretation der Anzestralität offensichtlich unhaltbar? Nun ja, um dies zu verstehen, reicht es aus, dem Korrelationisten die Frage zu stellen: Was ist denn vor 4.56 Milliarden Jahren geschehen? Hat die Akkreszenz der Erde stattgefunden, ja oder nein? In einem bestimmten Sinn ja, wird er antworten, da die wissenschaftlichen Aussagen, die ein solches Ereignis anzeigen, objektiv sind, d.h. in intersubjektiver Weise verifiziert werden.… Weiterlesen »MEILLASSOUX: IDEALISMUS IST NONSENS…

                          MEILLASSOUX: HUMES PROBLEM

                            Quentin Meillassoux über Humes Problem: „Worin besteht dieses Problem? Klassisch formuliert, lautet es so: Ist es möglich zu beweisen, dass die gleichen Ursachen auch in Zukunft die gleichen Wirkungen ceteris paribus, d.h. wenn sonst alle Dinge gleichbleiben, nach sich ziehen? Anders gesagt: Kann man nachweisen, dass unter gleichen Umständen die zukünftigen phänomenalen Folgen mit den gegenwärtigen identisch sein werden? Die Frage, die Hume stellt, betrifft… Weiterlesen »MEILLASSOUX: HUMES PROBLEM

                            MC DOWELL: KANTS IDEALISMUS

                              „Ich denke, man muß zugeben, daß der transzendentale Rahmen Kants Philosophie idealistisch macht und zwar in der von mir angesprochenen Weise. Das steht in völligem Gegensatz zu Kants Absichten. Obwohl er das heftig bestreitet, so führt doch seine Philosophie zu einer Geringschätzung der Unabhängigkeit der Realität, zu der wir durch die Sinne Zugang haben. Was dafür verantwortlich ist, ist genau jene Seite der Kantischen Philosophie,… Weiterlesen »MC DOWELL: KANTS IDEALISMUS

                              LENZEN: ZOMBIE-PROBLEM ALS ZENTRALES PROBLEM

                                Nach Meinung mancher prominenter Philosophen ist die Frage der Möglichkeit von Zombies ein oder gar das zentrale Problem der gegenwärtigen Philosophie des Geistes. Dahinter steckt folgende Überlegung. Wenn „physiologische Zombies“ möglich sind, wenn also alle Vorgänge im menschlichen Körper und insbesondere alle Prozesse im menschlichen Gehirn auch ohne Bewußtsein bzw. ohne Erleben und Empfinden ablaufen können, dann entzieht sich das Phänomen des Bewußtseins jeder wissenschaftlichen Erklärung.… Weiterlesen »LENZEN: ZOMBIE-PROBLEM ALS ZENTRALES PROBLEM

                                Kuhl: Indeterminismustäuschung

                                  „Da das bewusste Ich seine eigenen Beschränkungen nicht kennt, ist zu erwarten, dass es seine Möglichkeiten überschätzt und den Beitrag des Selbst zu „seinen“ Einsichten und Entscheidungen unterschätzt … Daraus kann sich durchaus auch eine Indeterminismustäuschung ergeben, die darin besteht, dass das Ich alles Verhalten, das nicht von ihm selbst veranlasst ist, für „indeterminiert“ hält. In diesem Falle gäbe es sogar einen psychofunktionalen Grund für… Weiterlesen »Kuhl: Indeterminismustäuschung

                                  Kornhuber: Anfänge des Willens

                                    „Die Anfänge des Willens liegen vor der Kultur, vermutlich im sozialen Jagen (Campbell 1970), bei dem jedes Inidivduum von der Zuverlässigkeit der andern abhängt, das also die Auslese von Selbstdisziplin fördert, einer Eigenschaft, die Affen nicht im gleichen Maß wie Menschen haben. Aber die beginnende Kultur, mit Hilfe der Sprache, hat die Entwicklung offenbar vorangetrieben. Kultur und Wille haben sich gegenseitig angeregt und geprägt, denn… Weiterlesen »Kornhuber: Anfänge des Willens

                                    POPPER: FALSFIKATION STATT VERIFIKATION

                                      „Die traditionelle Frage war und ist noch immer: „Welches sind die besten Quellen unserer Erkenntnis, die verläßlichsten Quellen – Quellen, die uns nicht in die Irre führen werden und an die wir, wenn wir im Zweifel sind, als eine letzte Instanz appellieren können?“ Ich schlage vor, davon auszugehen, daß es solche idealen und unfehlbaren Quellen der Erkenntnis ebensowenig gibt wie ideale und unfehlbare Herrscher, und… Weiterlesen »POPPER: FALSFIKATION STATT VERIFIKATION

                                      KANITSCHEIDER: KANTIANISMUS ALS ANTAGONISMUS ZUM NATURALISMUS

                                        „Die Fusion von Naturalismus und der Idee der Evolution wurde schon vor 80 Jahren vollzogen, als Roy Sellars einen Entwurf vorlegte, der bedauerlicherweise nicht in dem Maße beachtet worden ist, wie er es verdient hätte. Sellars sieht im Platonismus, aber auch im Kantianismus, die Antagonisten einer rein natürlichen Weltverfassung. Platons Deutung der Erscheinungswelt als defiziente Ausprägung einer Ideenwelt, genauso wie Kants transzendentale Wendung zum phänomenalen… Weiterlesen »KANITSCHEIDER: KANTIANISMUS ALS ANTAGONISMUS ZUM NATURALISMUS

                                        HIRSCHHAUSEN: SKEPTISCH SEIN BEDEUTET ANSTRENGUNG

                                          „Skeptisch sein bedeutet Anstrengung – das Hirn muss sich selbst hemmen, um nicht wild draufloszuassoziieren. Die Frage ist also nicht, warum Menschen an Übersinnliches glauben. Sondern eher, warum manche den Prozess willentlich unterdrücken können. „Erworbene Rationalisierungskompetenz“ nennen Psychologen diese Fähigkeit. Sie erklärt auch, warum wir in Zuständen verminderter geistiger Zurechnungsfähigkeit der Welt da draußen mehr Geist zurechnen. Ob man nun verliebt ist, berauscht, dement oder… Weiterlesen »HIRSCHHAUSEN: SKEPTISCH SEIN BEDEUTET ANSTRENGUNG