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Zitate

BUNGE: DENKBARKEIT

    „Die bloße Möglichkeit bzw. Denkbarkeit, dass etwas auch anders sein könnte, ist kein Grund, diese Alternativen ernst zu nehmen. So ist auch die Existenz von Zentauren logisch möglich, aber wir werden unsere Zeit nicht damit verschwenden, uns ohne gute Gründe mit dieser Denkmöglichkeit näher zu beschäftigen.“ Bunge 2004, S. 9.

    FINE: IRRATIONALES BEHARREN AUF IRRGLAUBEN

      „Ein weiteres Problem in Bezug auf unsere Vorstellungen (und dies ist Thema des nächsten Kapitels) ist die irrationale Beharrlichkeit, mit der wir auf ihnen beharren. Selbst der größte Irrglaube genießt in unverdientem Maße unseren Schutz vor Ablehnung und Widerlegung. Unsere Neigung, Belege für jede Hypothese zu suchen, der wir zufällig gerade anhängen, unsere Schwäche, passende Beweise einfach zu erfinden, und unser starrsinniges Festhalten an unserem… Weiterlesen »FINE: IRRATIONALES BEHARREN AUF IRRGLAUBEN

      GABRIEL: POSTMODERNE

        „Die Postmoderne hat dagegen eingewandt, dass es nur die Dinge gibt, wie sie uns erscheinen. Es gebe überhaupt nichts mehr dahinter, keine Welt oder Wirklichkeit an sich. Manche etwas weniger radikale Vertreter der Postmoderne wie der amerikanische Philosoph Richard Rorty meinten, es möge zwar noch etwas hinter der Welt geben, wie sie uns erscheint. Doch dies spiele eben für uns Menschen keine Rolle. Die Postmoderne ist allerdings… Weiterlesen »GABRIEL: POSTMODERNE

        KÜPPERS: BOHRS FEHLGLAUBE ÜBER REDUZIERBARKEIT VON LEBEN

          „Noch bis in die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Selbsterhaltung und Selbstreproduktion des Organismus für die Physiker so rätselhaft, dass Niels Bohr, der Mitbegründer der modernen Atomphysik, ernsthaft davon sprach, der lebende Organismus würde wohl einer Eigengesetzlichkeit genügen, die nicht mehr auf die Physik zu reduzieren sei. Erst die epochale Entdeckung des molekularen Mechanismus der Vererbung durch James Watson und Francis Crick bracht… Weiterlesen »KÜPPERS: BOHRS FEHLGLAUBE ÜBER REDUZIERBARKEIT VON LEBEN

          DENNETT: BOTTOM-UP STATT TOP-DOWN

            „Darwin hat mit seiner Feststellung, daß eine Bottom-up-Theorie der Kreativität möglich ist, für eine einschneidende Begründungsumkehrung gesorgt. … Dadurch wird eine Vorstellung umgekrempelt, die meiner Ansicht nach so alt ist wie unsere Gattung und die man als Top-down-Theorie der Kreativität bezeichnen könnte: daß etwas Großartiges nötig ist, um etwas weniger Großartiges zu schaffen. Der Töpfer macht Töpfe, man sieht nie einen Topf, der einen Töpfer,… Weiterlesen »DENNETT: BOTTOM-UP STATT TOP-DOWN

            MERÖ: LOGIK ERLAUBT KEINE AUSNAHME

              „Wenn es in einem logischen System der Logik nur einen einzigen Widerspruch gibt, dann lässt sich in diesem System jede Aussage beweisen. Wenn wir also eine einzige beweisbare Aussage finden, deren Gegenteil auch beweisbar ist, können wir 2×2=4 ebenso beweisen wie 2×2=5 oder 2×2=6. Kurz: Ein System der Logik kann nicht nur ein wenig widersprüchlich sein.“ Merö 2002, S. 49.

              Welsch: Gemeinsame Abstammung

                Zu Gemeinsame Abstammung »Wie direkt die Stammesgeschichte uns innewohnt, kann man beispielsweise an der Entwicklung der menschlichen Embryonen ablesen. Zwischen dem 23. und 26. Tag entsteht ein Blutkreislauf mit einfachem Herzen, Kiemenbogenarterien und Kardinalvenen – als wolle sich ein Fisch entwickeln. Um den 24. Tag beginnt der »Fisch« zum »Lungenfisch« zu werden: es bildet sich eine Lungenknospe. Um den 34. Tag gliedern sich die »Brustflossen«… Weiterlesen »Welsch: Gemeinsame Abstammung

                COHEN: TÖTEN EINFACHER ALS MEINUNG ÄNDERN

                  „Einen Menschen zu töten oder gefangen zu nehmen, ist eine relativ leichte Aufgabe verglichen damit, seine Meinung zu ändern.“ Richard Cohen, zit. in Fine 2013, S. 120

                  ZEILINGER: WELT NICHT OHNE UNSERE BEOBACHTUNG

                    Frage: „Was ist Ihrer Meinung nach die Bedeutung der Quantenphysik für unser Weltbild und unser Bewusstsein?Zeilinger: Es stellt sich letztlich heraus, dass Information ein wesentlicher Grundbaustein der Welt ist. Wir müssen uns wohl von dem naiven Realismus, nach dem die Welt an sich existiert, ohne unser Zutun und unabhängig von unserer Beobachtung, irgendwann verabschieden.“ http://www.heise.de/tp/artikel/7/7550/1.html, Stand 14.8.2013.

                    ZEILINGER: DETERMINISMUS IST MÖGLICH

                      „Im Prinzip wäre aber noch eine ganz andere, extreme Position tragbar, oder zumindest denkbar. Dies wäre die Annahme eines totalen Determinismus. In diesem Fall wäre alles vorherbestimmt, einschließlich der Entscheidungen des Beobachters, welche Größe er an einem System misst. Es stellt sich also dann nicht die Frage, welche Eigenschaften die Teilchen hätten, wenn wir etwas anderes an ihnen messen, und der logische Gedankengang der Bell’schen… Weiterlesen »ZEILINGER: DETERMINISMUS IST MÖGLICH

                      WEHLER: DETERMINISTISCHE BESCHREIBUNGEN DER QUANTENMECHANIK

                        „In dieser radikalen Interpretation der Quantenmechanik gilt das Prinzip vom zureichenden Grund nicht mehr. Dieser „Kopenhagener Deutung“ haben sich allerdings nicht alle Physiker angeschlossen. Manche von ihnen schätzen die Quantenmechanik als eine unvollständige Theorie ein und erwarten, dass auf einer tieferen Ebene wieder eine deterministische Beschreibung möglich sein wird. Alle bisher vorgeschlagenen Arten von deterministischen Theorien wurden jedoch durch das Experiment widerlegt. Dennoch ist die… Weiterlesen »WEHLER: DETERMINISTISCHE BESCHREIBUNGEN DER QUANTENMECHANIK

                        VAAS: KAUM JEMAND VERTEIDIGT NOCH DIE KOPENHAGENER DEUTUNG

                          „“Inzwischen ist man davon abgekommen, sich das Messproblem ausreden zu lassen“, sagt Detlef Dürr. Die Quantentheorie müsse von der Natur handeln und nicht von subjektiven Beobachtungen. „Viele Physiker machen Lippenbekenntnisse zur Kopenhagen-Interpretation, wonach die Quantenmechanik fundamental von Beobachtungen und Messergebnissen handelt. Aber es wird immer schwieriger, jemanden zu finden, der diese Interpretation verteidigt, wenn man ihn angreift“, schlägt Sheldon Goldstein von der State University of… Weiterlesen »VAAS: KAUM JEMAND VERTEIDIGT NOCH DIE KOPENHAGENER DEUTUNG

                          VAAS: EINSTEINS ABNEIGUNG GEGEN „FREI ENTSCHEIDENDE ELEKTRONEN“

                            „“Der Gedanke, dass ein einem Strahl ausgesetztes Elektron aus freiem Entschluss den Augenblick und die Richtung wählt, in der es fortspringen will, ist mir unerträglich. Wenn schon, dann möchte ich lieber Schuster oder gar Angestellter einer Spielbank sein als Physiker“, beklagte sich Einstein bei Max Born. „Die Welt als großes Roulette“ war ihm einfach „eine deprimierende Vorstellung“. Die Entwicklungen der letzten Jahre bestärken Einsteins Skepsis.… Weiterlesen »VAAS: EINSTEINS ABNEIGUNG GEGEN „FREI ENTSCHEIDENDE ELEKTRONEN“

                            VAAS: DER WIDERSPRUCH DES MESSPROBLEMS

                              In der Standardformulierung – oder orthodoxen Interpretation – der Quantentheorie kommen zwei Arten von Gesetzen vor, die einander streng genommen widersprechen: • Erstens die deterministische Dynamik der linearen, reversiblen Schrödinger-Gleichung. Sie gilt für ein unbeobachtetes Quantensystem. Es befindet sich in Superposition – in einem „verschmierten“ Überlagerungszustand aller möglichen Einzelzustände. • Und zweitens der zufällige, nicht determinierte und diskontinuierliche so genannte Kollaps der Wellenfunktion zu einem… Weiterlesen »VAAS: DER WIDERSPRUCH DES MESSPROBLEMS

                              SCARANI: MÖGLICHKEIT EINES DETERMINISMUS

                                „Manche Leute sagen, durch die Quantenphysik sei der Zufall an die Stelle des Determinismus getreten. Diese Behauptung ist „vernünftig“, aber sie hält nicht lange stand. Nehmen wir an, Sie seien ein strikter Verfechter des Determinismus (was für mich nicht gilt) und davon überzeugt, dass alle Details der Geschichte des Universums bereits in Stein gehauen seien und nun einfach nach und nach abliefen. Insbesondere war dann… Weiterlesen »SCARANI: MÖGLICHKEIT EINES DETERMINISMUS

                                PHILO.AT: KOPENHAGENER DEUTUNG ALS BANKROTT ERKLÄRUNG

                                  „Die Kopenhagener „Deutung“ kommt faktisch einer Bankrott Erklärung der Leitwissenschaft unter den Naturwissenschaften, der Physik, gleich. Was sich aus einer Vielzahl begrifflicher Unbestimmtheiten entwickelt hat, ist ein grundsätzlicher Verzicht auf eine Semantische Bestimmung, eine Sinnfüllung, eine klare Begriffliche Benennung der beobachteten Quantenphänomene, die in sich widersprüchliche Begriffe wie „stehende Materiewelle“(Heisenberg) zur Folge hat und mit sich führt, dies mündet in einem rein formalistischen Berechnen, ohne… Weiterlesen »PHILO.AT: KOPENHAGENER DEUTUNG ALS BANKROTT ERKLÄRUNG

                                  MORSCH: QUANTENTHEORIE NICHT ENDGÜLTIG

                                    „Einige Physiker halten sogar an Einsteins Traum einer «zufallsfreien» Theorie fest. So arbeitet der niederländische Nobelpreisträger Gerard ‚t Hooft seit einigen Jahren an einer Version der Quantenmechanik, in der sich Quanteneffekte klassisch interpretieren lassen. Die meisten Physiker neigen allerdings eher zur Auffassung, die der österreichische Physiker Anton Zeilinger kürzlich in der Fachzeitschrift «Nature» vertreten hat. Es könne gut sein, dass die Quantentheorie in der Zukunft… Weiterlesen »MORSCH: QUANTENTHEORIE NICHT ENDGÜLTIG

                                    LAUGHLIN: KOPENHAGENER DEUTUNG ERGIBT KEINEN SINN

                                      „So war die Tatsache, daß die Kopenhagener Deutung überhaupt keinen Sinn ergab, ihre eigentliche Stärke, weil sie es erlaubte, vollkommen durchsichtig zu erscheinen, während man sich doch eigentlich extrem undurchsichtig verhielt. Man konnte die Ergebnisse seiner Forschungen in wissenschaftlichen Zeitschriften offenlegen, dabei aber einen entscheidenden Teil der Berechnungstechnologie zur Weitergabe als „intuitives Wissen“ an die Doktoranden (Lehrlinge) und die Postgraduierten (Gesellen) einbehalten – und somit… Weiterlesen »LAUGHLIN: KOPENHAGENER DEUTUNG ERGIBT KEINEN SINN

                                      JAMMER: KOPENHAGENER DEUTUNG HAT ETWAS FÜR JEDEN

                                        „Die Kopenhagener Deutung ist nicht ein einziges, klares, eindeutig definiertes System von Gedanken, sondern vielmehr ein gemeinsamer Nenner für eine Vielzahl von Ansichten. Sie ist auch nicht notwendig mit einer bestimmten philosophischen oder ideologischen Position verknüpft. Sie lässt sich, und wurde auch, vertreten von Anhängern höchst unterschiedlicher philosophischer Meinungen, zu denen strikter Subjektivisimus und reiner Idealismus ebenso gehörten wie Neo-Kantianismus, kritischer Realismus, Positivismus und dialektischer… Weiterlesen »JAMMER: KOPENHAGENER DEUTUNG HAT ETWAS FÜR JEDEN

                                        HONDERICH: QUANTENTHEORIE: FORMALISMUS ODER DEUTUNG

                                          „Jede Erörterung der Quantentheorie muß mit einer Unterscheidung beginnen, die in der Wissenschaft und in den sie betreffenden Erwägungen üblich ist. Oft wird der Begriff „Quantentheorie“ so verwendet, daß er eigentlich zweierlei bezeichnet: einen Formalismus (oder eine Menge mathematischer Formeln) sowie eine Deutung dieses Formalismus. Die Deutung gibt an, worauf die Quantentheorie hinsichtlich der realen Welt hinausläuft: Sie kann viel besagen oder wenig. Anders ausgedrückt,… Weiterlesen »HONDERICH: QUANTENTHEORIE: FORMALISMUS ODER DEUTUNG