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Zitate

DENNETT: AUFGABE DES GEHIRNS: ERWARTUNGEN ÜBER DIE ZUKUNFT

    „Um das zu verstehen, muß man sich vor Augen führen, wozu das Gehirn eigentlich da ist. Es ist dazu da, Erwartungen über die Zukunft zu generieren. Es ist dazu da – so kann man es sich am einfachsten vorstellen -, daß man sich duckt, wenn ein Ziegelstein angeflogen kommt.“ Daniel Dennett in Blackmore 2012, S. 129.

    DAMASIO: ÜBER EINZELLER

      „Wie sich herausstellt, zeigen auch Lebewesen ohne jedes Gehirn bis hinab zu den Einzellern scheinbar intelligente, zielgerichtete Verhaltensweisen.“ S. 44. „Pflanzen haben keine Neuronen, und ohne Neuronen gibt es keinen Geist. Bei unabhängigen Lebewesen, die kein Gehirn besaßen, entwickelte sich noch eine andere wichtige Eigenschaft: die Fähigkeit, Veränderungen der physiologischen Bedingungen innerhalb ihrer selbst und in ihrer Umgebung wahrzunehmen. Schon Bakterien reagieren sowohl auf das… Weiterlesen »DAMASIO: ÜBER EINZELLER

      DAMASIO: GEISTESZUSTAND

        „Bewusstsein ist ein Geisteszustand, zu dem ein Selbst-Prozess hinzukommt.“ S. 169. „Leider wird Bewusstsein auch häufig mit dem Geist gleichgesetzt, was nach meiner Auffassung ebenfalls ein falscher Wortgebrauch ist.“ S. 170. Damasio 2013, div. Seiten

        DAMASIO: GEIST UND QUANTENPHYSIK RÄTSELHAFT

          „Der bewusste Geist erscheint rätselhaft, und da die Quantenphysik bisher ebenfalls rätselhaft ist, besteht zwischen den beiden Rätseln vielleicht ein Zusammenhang.“ Damasio 2013, S. 26.

          DAMASIO: DER SELTSAME DIRIGENT

            „Das Bewusstsein erwächst letztlich nicht aus einer bestimmten Stelle im Gehirn, sondern es entsteht gleichzeitig als Produkt dieser vielen Regionen, ganz ähnlich wie die Aufführung einer Symphonie, die nicht auf die Tätigkeit eines einzelnen Musikers oder einer Musikergruppe im Orchester zurückgeht. Das Seltsamste an den oberen Ebenen der Bewusstseinsaufführung ist das offenkundige Fehlen eines Dirigenten vor Beginn der Vorstellung. Wenn sie dann aber läuft, ist der Dirigent… Weiterlesen »DAMASIO: DER SELTSAME DIRIGENT

            CORDING: KREATIVITÄT

              Ein weiteres Feld, auf dem wir personale Freiheit erleben, ist die Vielfalt unserer Handlungsoptionen und insbesondere unsere Fähigkeit, nicht nur zwischen uns vorgegebenen Entscheidungsalternativen auswählen, sondern diesen kreativ neue Alternativen hinzufügen zu können. Wenn etwa die Speisekarte eines Restaurants unseren Wünschen nicht entspricht, können wir das Restaurant auch wieder verlassen oder versuchen, den Koch dazu zu bewegen, uns eine Speisenfolge nach unseren Wünschen zusammenzustellen. Wir… Weiterlesen »CORDING: KREATIVITÄT

              CORDING: ERLERNTE WILLENSFREIHEIT

                „Danach muss personale Freiheit in einem vielfach rückgekoppelten biographischen Erfahrungs- und Lernprozess individuell erst erworben werden und kann durch Krankheit vorübergehend oder dauernd wieder verloren gehen. Willens- bzw. Entscheidungsfreiheit haben wir in dem Maße, wie unsere Entscheidungen durch personale Determinanten (mit-) geprägt werden, d.h. durch biographisch erworbene Lernerfahrungen, durch selbstkritisch-reflektierend gewonnene Einsichten und durch gedankliches Probehandeln anhand symbolisch repräsentierter Weltmodelle; dabei ermöglicht die mentale Antizipation… Weiterlesen »CORDING: ERLERNTE WILLENSFREIHEIT

                CHURCHLAND: NEURONEN UND BEWUSSTSEIN

                  „Wir wissen, daß es, wenn große Mengen von Neuronen absterben, wie bei der Alzheimer-Krankheit, zu Gedächtnisdefiziten kommt, die Kognition ist beeinträchtigt, die Persönlichkeit verändert sich, das Bewußtsein dafür, was andere denken und fühlen, nimmt ab und ebenso das Bewußtsein für Zeit und Raum. Ich betrachte das als ein Verblassen vieler Aspekte des Selbst und seiner Fähigkeiten, und man bekommt dabei zwangsläufig das Gefühl, daß die… Weiterlesen »CHURCHLAND: NEURONEN UND BEWUSSTSEIN

                  BUNGE: UNMÖGLICHKEIT DES DUALISMUS

                    „Die erste Schwachstelle des Dualismus ist seine Vagheit: Er sagt nicht, was der Geist ist, weil er keine Theorie des Geistes, ja nicht einmal eine Definition anbietet. Allenfalls wird gesagt, was der Geist nicht ist, nämlich nicht materiell, nicht räumlich, nicht lokalisierbar usw. … Aufgrund seiner völligen ontologischen Unklarheit gibt der Dualismus nicht nur keine Antwort auf die Frage, wie der Geist mit dem Gehirn… Weiterlesen »BUNGE: UNMÖGLICHKEIT DES DUALISMUS

                    BUNGE: NATURALISMUS

                      „Wir haben bislang vom ontologischen Naturalismus gesprochen. Auf dessen Grundlage werden jedoch häufig weitergehende Naturalismen formuliert und vertreten. Diese sind zwar mit dem ontologischen Naturalismus vereinbar, aber insofern von ihm unabhängig, als sie alle falsch sein könnten, ohne ihn zu widerlegen. Solche anderen Naturalismen wären unter anderem: Viele Philosophen (einschließlich uns selbst) halten einige oder alle diese Naturalismen für falsch (Wendel 1990; Bunge 1998). Lesen… Weiterlesen »BUNGE: NATURALISMUS

                      Brüntrup: Über Physikalismus und Naturalismus

                        „Der Begriff „Physikalismus“ wird in mehreren Bedeutungen gebraucht. Manchmal wird er mit dem Begriff „Naturalismus“ synonym verwendet. … Die Kernintuition des Naturalismus wird umgangssprachlich oft mit dem Gedanken umschrieben, dass es in der Welt „mit Rechten Dingen“ zugehen muss. … Gemäß einem engen Begriff des Physischen zählt man nur das darunter, was heute die gegenwärtige Physik beschreiben kann. … Es könnte auch sein, dass es… Weiterlesen »Brüntrup: Über Physikalismus und Naturalismus

                        BRIEGEL: ZUFALL UND FREIHEIT

                          Frage: Verwechseln Sie in Ihrem Modell nicht die Begriffe Zufall und Freiheit? Prof. Briegel: Die gespeicherten Erinnerungen sind in der Tat das Material, welches das künftige Verhalten des Agenten beeinflusst. Zufällige Variationen von Erinnerungen könnte man in der Tat als „sich nicht richtig erinnern“ bezeichnen. Solche fiktiven Erinnerungen können aber auch eine Vorlage liefern, „wie es auch hätte sein können“. Insofern liefern sie das Material für… Weiterlesen »BRIEGEL: ZUFALL UND FREIHEIT

                          BORN: WILLENSFREIHEIT

                            Max Born zu Albert Einstein: „Der strikte Determinismus schien und scheint uns noch heute unvereinbar mit dem Glauben an Verantwortung und sittliche Freiheit.“ „Ich finde eine deterministische Welt ganz abscheulich.“ Einstein, Albert, Hedwig und Max Born. Briefwechsel 1919-1955. FaM 1982. S. 210, 212. Zit. in Koch 1994, S. 207, 208.

                            Boessmann: Unbewusstes als verborgene geheimnisvolle Macht

                              „Der Begriff des Unbewussten wird von vielen Laien und selbst von den meisten Therapeuten, die mit ihm arbeiten (zum Beispiel Psychoanalytiker, Tiefenpsychologen und Hypnotherapeuten), erstaunlich unreflektiert verwendet. Für sie steht „das Unbewusste“ für eine verborgene Macht, die unser Leben, Handeln und Erleben auf mehr oder weniger geheimnisvolle Weise steuert. Immer dann, wenn wir für das Verhalten von Menschen keine rationale Erklärung finden, sind wir geneigt,… Weiterlesen »Boessmann: Unbewusstes als verborgene geheimnisvolle Macht

                              BOESSMANN: ÜBER PANTOFFELTIERCHEN

                                „Doch nicht jedem Lebewesen, das Information verarbeitet und sich erfolgreich an seine Umwelt anpasst beziehungsweise die Umwelt an seine Bedürfnisse anpasst, würden wir deshalb schon Bewusstsein zubilligen. Denn schon Bakterien und Einzeller reagieren auf Umweltreize mit biologisch sinnvollem Verhalten. Pantoffeltierchen (Paramecien) beispielsweise besitzen Rezeptoren für Berührung, Temperatur, chemische Reize, Belichtung, Schwerkraft. Sie zeigen gerichtete Bewegungen ihrer Wimpern (Cilien), was ihnen unter anderem die Fortbewegung und… Weiterlesen »BOESSMANN: ÜBER PANTOFFELTIERCHEN

                                BOESSMANN: DER ANFANG DER EVOLUTION VON BEWUSSTSEIN

                                  „Am Anfang der Evolution war nach Auffassung von Nicholas Humphrey die Reaktionsbereitschaft von Organismen auf Umgebungsreize auf die Grenzoberflächen dieser Organismen beschränkt. Die Reaktionsbereitschaft zeige sich zum Beispiel darin, dass sich eine Membran oder Haut zusammenzieht, verhärtet oder chemische Stoffe absondert. In diesen Reaktionen sieht Humphrey den primitivsten und ursprünglichsten evolutionären Vorläufer von Empfindungen und Wahrnehmungen. Am Anfang der Evolution wären Reizempfindlichkeit und Reaktionsbereitschaft noch… Weiterlesen »BOESSMANN: DER ANFANG DER EVOLUTION VON BEWUSSTSEIN

                                  BERKELEY: IDEALISMUS

                                    „VI. Einige Wahrheiten liegen so nahe und sind so einleuchtend, dass man nur die Augen des Geistes zu öffnen braucht, um sie zu erkennen. Zu diesen rechne ich die wichtige Wahrheit, daß der ganze himmlische Chor und die Fülle der irdischen Objekte, mit einem Wort alle die Dinge, die das große Weltgebäude ausmachen, keine Subsistenz ausserhalb des Geistes haben, dass ihr Sein ihr Percipiertwerden oder… Weiterlesen »BERKELEY: IDEALISMUS

                                    BENNETT: GEHIRN-KÖRPER-DUALISMUS

                                      „Die dritte Generation hielt an der cartesianischen Basisstruktur fest, bildete sie jedoch zu einem Gehirn-Körper-Dualismus um. Der Substanz-Dualismus wurde preisgegeben, doch der Struktur-Dualismus wurde beibehalten. Denn jetzt schreiben die Neurowissenschaftler dem Gehirn weitgehend die gleiche Reihe mentaler Prädikate zu, die Descartes vom Geist aussagt, und sie begreifen das Verhältnis zwischen Denken und Handeln sowie zwischen der Erfahrung und ihren Gegenständen ganz ähnlich wie Descartes, wobei… Weiterlesen »BENNETT: GEHIRN-KÖRPER-DUALISMUS

                                      BENNETT / HACKER: PHANTOMSCHMERZEN

                                        „Nach unserer Auffassung ist es möglich, Empfindungen wie Schmerz und Jucken einem Ort zuzuordnen. Der Ort eines Schmerzes ist dort, wo der Leidende hinzeigt – in dem Glied, das er verarztet, in dem Körperteil, von dem er sagt, er schmerze -, denn diese Verhaltensweisen liefern die Kriterien für den Ort der Schmerzen.“ S. 205 „Ein Schmerz ist keine Substanz. Wenn ich im Fuß Schmerzen habe,… Weiterlesen »BENNETT / HACKER: PHANTOMSCHMERZEN