"Dass der freie Wille eine Illusion sein soll und somit ein Mensch davon überzeugt sein könne, dass nichtlokale Fernwirkugnen durch den leeren Raum hindurch und ohne die Vermittlung von etwas Sonstigem erfolgen, ist für mich eine so große Absurdität, dass ich glaube, dass kein Mensch, der eine in philosophischen Dingen geschulte Denkfähigkeit besitzt, sich dem jemals anschließen kann."

Gisin 2014, S. 168.

Kommentar

Gisin erläutert auf den Seiten 165-168 ausführlich, dass man das Problem der Nichtlokalität und damit der Indeterminiertheit der Quantenmechanik lösen könnte, wenn man den freien Willen negieren würde. Diese Möglichkeit schliesst er aber kategorisch aus: "Die Hypothese vom Hyperdeterminismus soll nur deswegen erwähnt werden, um hervorzuheben, wie sehr zahlreiche Physiker - darunter sogar Spezialisten der Quantenphysik - angesichts des echten Zufalls und der Nicthlokalität der Physik verzweifeln. Für mich ist die Situation ziemlich klar: Der freie Wille existiert nicht nur, sondern kommt logisch gesehen vor der Wissesnchaft, der Philosophie und vor unserer Fähigkeit, sSchlussfolgerungen zu ziehen." (S. 166).

Dass ein indeterminierter freier Wille logisch unmöglich ist, scheint in der Physik leider weiterhin nicht angekommen zu sein. Wenn Gisins Darstellung richtig ist, können die Probleme der Interpretation der Quantenphysik einfach gelöst werden, wenn man auf den freien Willen verzichtet. Eine deterministische Interpretation der Quantenphysik kostet zwar den freien Willen - ist aber trotz aller anderslautenden Behauptungen die einzige widerspruchsfrei mögliche Lösung. 

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